Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beitrag zur Entwickelungsgeschichte des Begriffs von der Unsterblichkeit der Seele im Judenthume
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 240 (sequence 10)
- Language
- German
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24V IV. Beitrag zur Entwickelungsgeschichte Deutlichkeit nachgeiviesen werden kann, so scheint sie doch durch Vermittelung der alepandrinischen Schnle bei den palästinischen Juden ziemlich bekannt gewesen zn sein. Augustin sah sich schon genöthigt, diejenigen zu tadeln, welche diese Lehren durch Stellen aus der h. S. zu begründen suchten (0. Aur. ^ux»«tl»l <Io xonesi nst litvinm. leider VI!. cap. X. 8e»tentiav flecerptao vx ^»xuritino cclxxx»»). Als ein dem Judenthum fremdes Element fand die Lehre von der Seelenwanderung zwar ihre Gegner, unter welchen sich vorzüglich N. Saadja Gaon und später Vadreschi deutlich erklärten, dennoch fand sie günstige Ausnahme und vollkommen« Ausbildung in der Kabbala. Der Sohar spricht von der Metempsychvse als von einer mit dem Judenthume ursprünglich verbundenen Glaubenslehre und giebt sogar an, wie oft eine Seele versetzt werden kann. (Svhar Dreschith 150, nicht ganz übereinstimmend mit eost. 152). Dieses Gewälztwerden der Seele von einem Geschöpfe in das andere, findet unmittelbar nach ihrer Trennung vom Körper statt, damit sie in einem geläuterten und vollkommenen Zustande in das Reich der Seelen eiutreke. Die Seele erduldet diese Versetzung thcils als eine Strafe für ihre» diesseitigen, sündhaften Lebenswandel, theilü soll sie durch das Uebergehcn von dem Unvollkommenen in das Vollkommenere sich stufenweise so lange erheben, bis sie jenen Gipfel der Reinheit wieder erlangt bat, auf welchem sie bei ihrem ursprünglichen Ausflüsse aus der Gottheit, als Funke der Heiligkeit und der Reinheit, sich befand. Die Rothwendigkett einer Metempsychvse suchen spätere, schon mehr reflectirende, Kabbalisten bald auf philosophischem Wege, vorzüglich durch das Postulat der praktischen Vernunft zivl srn i'v zni , bald durch hermencutische Deductionen aus der h. S. zn beweisen (ek. Nischmath Chajim von Menasse ben Jisrael 16, ä). — Der Idee einer Metempsychvse schließt sich die der Seelenschwängerung an, welche ebenfalls erst durch die Kabbala