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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 2 · p. Seite 237

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 2
Article
Beitrag zur Entwickelungsgeschichte des Begriffs von der Unsterblichkeit der Seele im Judenthume
Date
1839-01-01
Page
Seite 237 (sequence 7)
Language
German
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deS Begriffs von der Unsterblichkeit der Seele. 237 an dem Felsen einer nüchternen, unbefangenen Kritik, und selbst der Thalmnd zeigt durch seine Behauptung: daß derjenige, welcher das Fortleben der Verstorbenen' nicht in der Thora ausgesprochen findet, keinen Antheil an dem zukünftigen Leben habe (Sanhedrin 90), daß eS doch möglich ist, die Unsterblichkeitslehre in der h. S. nicht zu finden. Es bietet zwar die h. S. viele Stellen dar, welche zeigen, daß ein Fortleben nach dem Tode geahnt wurde, welche S. Munk in seinen iröllovioim sur Io culto «los niioien» Iiöüreux im vierten Band der französischen Bibelübersetzung von S. Cahen zn Paris zusammenstellte, um die Unsterblichkeit der Seele aus der h. S. zu beweisen, es lassen sich aber eben so viele Ausdrücke dagegen aufstelle», von welchen die Ansicht eines gänzlichen Aufhörens deducirt werden kann. Am unzweideutigsten finden wir eines bewohnten Jenseits gedacht von Jesajas (14, 9. 10). Er spricht von Nephaim, welche sich des Diesseits erinnern können, welche aber gänzlich entkräftet (ooü. 20, 14.) nur als unmächtige Schatten den Schevl bewohnen. Nach Ps. 88, 5. 6. 11. 12. sind die Nephaim gänzlich bewußtlos und von der Gottheit getrennt und vergessen. Eine Verbindung zwischen dem prophetischen und dem hagadischcn Alter bildet auch hier wieder der schon mehr zur Reflexion sich hinneigcnde Kvhcleth (12, 7.), welcher den .Nörper dem Staube anheimfallen und den Geist zu Gott zurürkkehrcii läßt, wiewohl auch in ihm das diesseitige Leben noch nicht als Bedingung vom Zustande deS jenseitigen aufgestellt wird. — Der Begriff einer selbstständigen Seele, welche gleich im Anfänge der hagadischen Periode in das lt. Allerdings scheint auch mir die Idee, welche der Vorstellung von einer zu Grunde liegt, im Allgemeinen der Gedanke an die Fortdauer zu sein; jedoch ist nicht in Abrede zu stellen, daß der eigentliche Sinn der tThcchijath Hammethim — die Auferstehung, die Wiederbelebung deS todte» Mrpcrs ist, und hievon handelt ca sich in der angeführten Stelle und in den meisten folgenden thalmudischen Stellen, wie der Hr. Vcrf. sich selbst später ausspricht. G.

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