Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 2
- Article
- Lexikographische Studien
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 229 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Durch Tradition erhaltene Bedeutungen. 22S teron. ekgenthümlich; aber kn der allgemeinen Bedeutung von nvlin scheint eS mit den übrigen oben genannten biblischen Büchern übereinznkommen. Dies berechtigt aber nicht, dieselbe auch auf andere biblische Bücher zu übertragen, welche ihrem ganzen Charakter nach den ausgebildeten Priesterbegriffen fremd sind, ebensowenig wie man -ff in der Bed. Nichtpriester auf solche Bücher übertragen dürfte.— Man hat aber nicht bloß dies gethan, und zwar indem man eben in unserer Stelle und 2. S. 1, 21 -m-p) rMin ohne Bedenken als geweihte Gabe nahm, sondern man hat sogar diese Bedeutung so vorausgesetzt, daß man in einer andern Stelle (Spr. 29, /,: v-x) die Bedeutung: Gabe, Geschenk schlechtweg ohne Bezug auf Priester- und Teinpeldienst, und immer weiter gehend, mit völliger Jgnorirnng der Etymologie diese für als erste Bedeutung annahm. Dies ist aber gewiß unrichtig, heißt nämlich, wie gesagt, ausscheiden, aber dabei bleibt doch immer insofern die Grundbedeutung: erheben, als der Zweck, zu welchem der Gegenstand ausgeschieden wurde, ihn erhob. ES müßte daher die Bedeutung: Geschenk im Allgemeinen für erst von der der Gott geweihten Gabe abgeleitet sei», was erstens schon etwas weit hergeholt wäre, aber zweitens auch dcßhalb unwahrscheinlich wird, weil die Bedeutung, welche in r-Min als Priestergabe mit liegt, nämlich die Weihe und Werthcrhöhung des Gegenstandes, nicht so leicht in dem Sprachgebrauchs verwischt werden konnte, um gänzlich in den Hintergrund zu treten. In der That zeigt sich auch kn den Sprüchen ein Schwanken unter den Uebersetzern und Erklären?. Das Thargum und der griech. Uebersetzer übersetzen dort: der Ungerechte (rr'-V, ncrparo/llos), waü nach der Auffassung der Vulgata: „der Geizige" (wvarus) freilich mit der Erklärung des Wortes nirmn durch Geschenke in Uebereinstimmung gebracht