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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 2 · p. Seite 209

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 2
Article
Über die jüdischen Fasttage
Date
1839-01-01
Page
Seite 209 (sequence 5)
Language
German
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20S II. Ueber die jüdischen Fasttage. überhaupt zu erklären. Den Anlaß dazu gab eine Gesandtschaft Babylonier, welche nach Jerusalem kam, um dort bei Prophet und Priester anzufragen, wie es jetzt, dr sich die Lage Israels gebessert, mit jenen Gedächtnisifasten an gewissen, durch Nationalunglück ausgezeichneten, Tagen in Babel zu halten sei? Der Prophet antwortet im Namen des Herrn in gleichem Sinne mit alle» wahrhaften Gotteömannern, daß nämlich das Fasten zu keiner Zeit weder geboten noch sonst eine gottgefällige Uebung sei, und lediglich ihre freiwillige Sache bleibe, zu essen und zu trinken, wenn sie wollen, oder auch nach Belieben Hunger und Durst zu leiden; macht sie jedoch zugleich auch aufmerksam auf Wahrhaftigkeit, Tugend und W o h lthä tig kei t, als auf die reinsten Elemente einer wahren Gotteöreligion, bei deren Beobachtung und Ausübung, selbst noch jene hergebrachten Fasttage des äte», üten, 7ten und loten Monats zu Fest- und Frcudentagen umgewaudelt werden würden. Diese Stelle des Sacharja interessirt unö mehr als jede andere der bisher angeführten, weil einige Eregetcn und Casuisten auü Esther 9, 51 die fortwährende Verpflichtung deö GesammtisraelS für die im 8. Cap. benannten vier Fasttage herlciten wollen. Allein dagegen sind viele andere E.vegeten und selbst Casuisten, " wie auch der Contevt offenbar dagegen ist. Außerdem spricht der Prophet auf das Deutlichste aus, daß das Fasten selbst an diesen Tagen von Gott nie verlangt worden, und daher nie religiöse Verbindlichkeit bekommen sollte. Waren nun heute noch unsere religiösen Angelegenheiten so gut bestellt, daß wir unsere Lebensind UcbnngSweise nur nach dem Ausspruch jener gstterleuchteten Männer — Propheten — einzurichten hätten, so wäre jede weitere 8. Siehe Cs» Esra zur Stelle, auch kevi den Gcesche». 9. Siche NW» zu de» Halachoth. Thuauith L'Iffch». 2 Ende. 2üb. ZeNscyr. IV. Dd. j

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