Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über Musik an Feiertagen
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2929020-2929036-2929039-2931604--2254-2931661- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
178 M. Ueber Musik an Feiertagen. andern (bessern) Menschen verwandelt. 1. Sam. 10, L —12. 19, 20—24. Die Junger des Herrn blieben auch in der Folgezeit treue Jünger der Muße, deren sanften Gewalt sie sich ganz Hingaben, und von einem der ausgezeichnetsten Propheten wird berichtet: „Als das Saitenspicl begann, kam über ihn die Hand des Herrn (eine göttliche Begeisterung) 2. Kön. 5, 15. ' Durch David, der selbst Virtuos auf der Harfe war, die ihn an den Hof gebracht, und in die wildesten Einöden, wo stete Gefahr ihn umgab, als Trösterin begleitet hatte, wurde die Musik, deren Macht den bösen Geist zu bannen, daü menschliche Herz zu beruhigen, zn bester» und mit himmlischem Entzücken zu erfüllen er ans Erfahrung kannte, ein Theil des öffentlichen Gottesdienstes (2. Sam. 6, 5. 1. Chron. 15, 16.) und somit vollends dem Herrn geheiligt. Auch von seinem berühmten Sohne, der selbst gar viele Gesänge dichtete (1. Kön. 5, 12.) wurde sie begünstigt (1. Kön. 10, 12. 2. Chron. 5, 12. 15.) und feierte besonders in Jerusalem glänzende Erfolge. — Doch mit dem Falle der heiligen Stadt mußten auch ihre Sänger nach Babylon wandern, wo sie weinend ihre Harfe» an die Bachwcideu hängten, Trotz bietend ihren übermüthigen Besiegern, welche die lieblichen ZionSgesänge zu hören verlangten. Wie können wir das Lied deS Herrn singen auf fremdem Boden? sprachen sie. Ps. 157. — Erst als der süße Nuf zur Rückkehr in die unvergeßliche Hcimath wieder erscholl, »ahm die sehr zusammengcschmolzene Künstlerschaar ihre Instrumente zur Hand (Esr. 2, 65), heilige Begeisterung rührte wie vormals 1. Deutet nicht die Hagadah zu dieser Stelle Pcsachim 117 n. z»>r) Dp NN§1 N1L2 vv NN21211.-« dGe« 7111V NV2VN 1)1 z«v) an, daß die Geschichte der Musik in Israel auch die der Offenbarung des göttlichen Geistes —.i'vVTl tidilvN sei?