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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 2 · p. Seite 177

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 2
Article
Über Musik an Feiertagen
Date
1839-01-01
Page
Seite 177 (sequence 2)
Language
German
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177 M. lieber Musik an Feiertagen. schmackhaften Speisen belastete Tafel als etwas Gottgefälliges zu empfehlen, und für die Auswahl der Gerichte und die Zahl der Mahlzeiten Vorschriften zu geben, und besonders der Festfreude wegen (2"-, >77122 2122) manche Vorrichtung erlauben, die sonst verpönt wäre, ist der edetn Tonkunst nicht nur unter den FesteSergötzlichkeiten kein Platz angewiesen, sondern die Beschäftigung mit derselben an den heiligen Tagen sogar verboten. Wem sollte da der Vorwurf der Barbarei, des rohesten Vandalismus nicht gegründet scheinen? — Und dennoch trifft er, wie eine kurze Betrachtung zur Genüge darthun wird, weder das Judenthum noch die Juden, am wenigsten die Juden unserer Zeit, sondern fällt, sowie mancher andere, der Geschichte anheim, d. h. die ihn veranlaffeude Erscheinung findet ihre befriedigende Erklärung in den Schicksalen der jüdischen Coufesston. Die Musik blühete bekanntlich unter den alten Hebräern und stand bei ihnen in hohem Ansehen, denn sie war ihnen eine heilige Kunst. Schon in der.Urzeit des Volkes diente sie der frommen Begeisterung, war sie Verkünder!» der Thaten des Höchsten, zu dcffen Preise sie sich mit dem Gesäuge vereinte (2. Mos. 15, 20). — In den darauf folgenden langwierigen Kämpfen und Unruhen mußten zwar ihre sanften Töne der rauhen Kriegstrompete weichen; aber ein Zustand religiöser und sittlicher Verwilderung trat auch wirklich ein, und der göttliche Geist wich aus Israel (1. Sam. 3, 1). — Der große Scher, der diesen Geist wieder weckte und die Nation restaurirte, benützte zu seinem Vorhaben die süße Zauberkraft der Harmonie. In den Versammlungen der hoffnungsvollsten Jünglinge Israels, die er in den ernsten Lehren der göttlichen Weisheit unterwies, wurde auf allen damals bekannten musikalischen Instrumenten gespielt, und wer sich dem Sitze der heiligen Muße näherte, von hoher Begeisterung ergriffen, und, wie die Schrift sich ausdrückt, in einen Lüb. Zcitschr. IV. Bd. 12

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