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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 2 · p. Seite 172

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 2
Article
Über das Entbehren lederner Schuhe am Versöhnungstage
Date
1839-01-01
Page
Seite 172 (sequence 8)
Language
German
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172 H. Ueber das Entbehren lederner Schuhe. ist." Auf diesen Namen, auf das Wort kommt es also an! Aber auch hierin bleibt sich der Thalmud nicht consequent, da er oxv anznziehen erlaubt, mit dem doch die Ceremonie der Chalizah vorgenommen werden darf, wo ebenfalls auf den Namen Schuh ein besonderes Gewicht gelegt wird (Jebamoth 32 b. Siehe Thosaphvth das. 33 »). Warum soll also auf das Leder allein das Verdammungsurtheil fallen? Daraus, und indem wir ferner die Art und Weise in Erwägung ziehen, wie die Gemara zu dieser Erleichterung gelangt, nämlich durch das Berufen auf das Beispiel mehrer hochgefeiertcr Nabbinen, die selbst in Schuhen von den verschiedensten Stoffen (nur nicht in ledernen) ausgingen, ziehen wir den Schluß,'" daß schon diese das Barfußgehen für unanständig oder lästig hielten, und sich daher stillschweigend eine Umgehung des Gesehcö erlaubten, das sie (die ganz in ihrer Zeit lebten und die mischnischen Anordnungen nicht als Auswüchse anderer Zeitansichten und Gewohnheiten auffassen konnten) nicht anszuheben wagten, ohne gleichwohl eine bestimmte Theorie hierüber anfzustellen. Wir sind nnn in der äußern Cnltur weiter, so daß auch diese Umgehung uns unanständig erscheint, und glauben, sie uns um so weniger gefallen lassen zu müssen, weil man die Unstatthaftigkcit der ursprünglichen Bestimmung schon im Alterthum erkannt hat. Daß die Misch nah von einem solchen Auswege nichts weiß, und unter dem Entbehren der Schuhe, wirkliches Barfußgehen versteht, geht unleugbar hervor aus der angeführten Ausnahme bei einer Wöchnerin» die doch ganz nnnöthig wäre, wenn sich das Verbot nur auf lederne Schnhe beschränkte, da andere Stoffe eben so gut 9. 11O8 ''A ll'IILQN ixdl 02 1^'' Joma 78 >'- 'V128 81112 N1N 8:ll1 21 12 N21 10. Den auch andere Thalmudstctten bestätigenz. B. Man verkaufe die Balken seines Hauses, um Schuhe an seinen Füßen zu haben, Sabbalh 129 n. 2)^8 12 Das. 152».

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