Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Christliche Zeitschriften
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 11)
- Language
- German
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Nachrichten. jül sein. Richtig würde der Dorf, diese Paraschen der Mischnah mit den eapitula des Hieronymus oder den 7rk<)LX07rtti und «»'cr^cacr/tttT-tt des Origencs, welche er als nicht hierher gehörig abweist, verglichen haben. Analog unfern Paraschen findet er weiter die samaritanischen ^2^, wo jedoch der wesentliche Umstand, ans den cs hier ankömmt, die Raumlaffung, nicht angegeben ist. — Eine andere Art von Sinnabtheilung, die aber nicht im Texte bezeichnet ist/ sind dann die Sabbatdleetionen im Pentatcuche und in den Propheten, die masorethischcn Scdarim und die heutigen Capitel. Erstere hält der Vers., wenigstens im Pentaleuche, für junger als der Thalmud. Dies gilt jedoch blos von der Mischnah, welche außer den Lectionen an Festtagen und ausgezeichneten Sabbathen keine andern fortlaufenden Sabbathlcetionen bezeichnet; die Gcmara kennt eine provinzielle Verschiedenheit darin, indem man in Palästina den Pentateuch in dem CpllnS von drei Jabvn, in Babylon in einem Jahre beendigte, und die babylonische Gcmara nennt allerdings, nach ihrem, dem unsrigen entsprechenden Gebrauche, mehre solcher lectionen mit den noch geltenden Namen. Hierüber hätten den Vers. Zun; gottesdienstliche Vorträge re. S. 3 u. 4 belehren können. Daß die Synagogenrollen ke'ne Notiz von ibncn nahmen, d. h., daß die ^ecrlassung eines Raumes für diese Abschnitte nicht festgesetzt wurde, rührt eben von der Verschiedenheit her, welche über dieselben herrschte. Wenn der Vers, ferner behauptet, die Haphtarcn, d. h. die an den Sabbathen zu lesenden Prophetenstücke, seien früher bezeichnet gewesen und tarnen bereits Ln der MO'chnah vor, so ist dies durchaus falsch. Allerdings kennt die Mischnah einen -^22^ welcher aus den Propheten vorlieol, aber fic gicbt niemals eine bestimmte Stelle an, welche zu l-scn sei, und auch die Gemara neunt blos diejenigen Haphtarcn, welche an den Festtagen und den ausgezeichneten Sabbathen zu leien find. - - lieber das Alter der masoretbischen Sedarirn spricht der Vers, nicht. Nach Zunz' sehr wahrscheinlicher Bemerkung find dieselben im Peutatenchc, wo ihre Zahl 154 beträgt, eben nach der Lcetioncnabtheilnng der Palästinenser eingerichtet, und ihr Alter wäre demnach dem der Paraschen des babylonischen (unsers heutigen) Cyilns gleich. Dafür wäre dann, wie Z. bemerkt, blos eine andere Relation, der Pentateuch enthalte 175 Paraschen lt. Sabbath e. LO §. 1. Sophorin: 10, 10), und diese werden wirklich Ln der Stelle des Lract. So* pberim, wacker nach Z. zwischen 800 u. 1000 abgefaßt worden, Sedarim genannt; nach dieser Relation wird vernnuhei, der Pentateuch werde in einem Cpllns von 3'/^ Jadren beendigt. Für die Sedarinr in den Propheten laben wir oben einen Beleg in Lbosapboth gefunden. Jedoch sind sie selten bc.eichnet und erst wieder von Jacob den Ebajim, dem Herausgeber der Bomberg'schen Bibel, aufgcsuneen wo.den. — Die Capitcleiutheilung ist christlichen Ursprungs und aus den Eoncordanzen durch den genannten Jacob b. Chajim in die Blbclausgabcn eingedrungen.