Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Christliche Zeitschriften
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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150 Nachrichten. so scharf ist, sondern von einem bezeichnten Abschnitte." Jedoch beginnt mit V. 7 das zweite Seder im Buche Josua, und offenbar spricht Ll>vs. hievon und nicht von einer Paraschah mit einem leeren Räume. Dem Gegenbeweise, daß nämlich die Masorah die Paraschen in den prophetischen Büchern nicht züble, kann freilich entgegnet werden, daß die Paraschen Ln den Prophetenbüchern die Wichtigkeit nicht haben, wie im Pentateuchc, dessen Brauchbarkeit zum Vorlesen davon abhängt. Aber gerade der Umstand, daß die Abthcilungen in den prophetischen Büchern keine gesetzliche Beziehung hatten, selbst nicht in den Haphtarcn, spricht dafür, daß man auch nichts feststellte, und es wohl den Abschreibern überließ, wo sie thcilcn wollen. Es bleibt uns demnach die Behauptung, für die Propheten seien Paraschen mit leeren Räumen verzeichnet gewesen — die jedenfalls später ignorirt wurden — , sehr zweifelhaft. Die Bedeutung dieser Räume ist natürlich, wie der Bf. bemerkt, Abschnitte anzligeben, wobei die offene Paraschah eine größere Trennung, die geschloffene eine kleinere angiebt, so daß die geschlossenen alte als neue kleinere Absätze innerhalb deS größeren durch die offenen bezeichnten Abschnittes zu betrachten sind. Das Alter derselben anlangend, so soll dieses, nach dem Bcrf., über den Thalmud hinausgchcn. Bon der Gemara ist dies unbedingt zuzngebcn, und cs durfte nur vermuthet werden, daß zu ihrer Zeit die Abtheilungen noch nicht ganz fcstgcftellt waren, wie dies auch von andern masorethischen Puncten gilt, welche die Gemara kennt, aber nicht Ln ihrer jetzigen Vollständigkeit. Daß aber die Mischnah schon von diesen Paraschen weiß, ist zu bezweifeln. Abgesehen davon, daß sie nichts über die gesetzliche Bedeutung dieser offenen und geschloffenen Paraschen feststellt, läßt sich überhaupt, soviel m ch dünkt, keine stelle Ln ibr Nachweisen, in welcher derselben nur Erwähnung geschieht. Wenn das Wort MDIV mehrmals in der Mischnah von Abschnitten vorlömmt, wie der Bcrf. S. 6^7 A. 1) nachweiet, so sind diese jedoch, wie schon oben hcrvorgchoden ist, nicht ausdrücklich bezeichnet, soudcrn eben blos zusammcngchörcndc Stellen, welche sehr einfach mit ihrem Anfänge angegeben werden. Auch für diese Feststellung scheint demnach, wie für vieles Andere, der Zeitraum zwischen der Abfassung der Mischnah und der Gemara von Einfluß gewesen zu «. Ein sonderbarer Fehler hat sich in diese Stelle eingesivlicheii. Tbos. sagt, die drei Verse, nämlich die Stelle von bis NP2 würden zusammen vorgelesen; nun aber finden sich letztere Worte in dem ganzen Abschnitte nicht, und sie sind offenbar aus dem Rande lniii'ittgelommcn. Nach Einigt« nämlich wird am ersten Tage deS PesachfesteS nicht von Jos. z, 5 an gelesen, sondern von 3os. 5, s an, weichet mit beginnt, dieses bemerkte jemand an den Rano und so kam eS dann an die Unrechte Stelle bm.