Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 149

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Christliche Zeitschriften
Date
1839-01-01
Page
Seite 149 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2929020-2929036-2929038-2931406--2219-2931577
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nachrichten. 110 An den drei Stellen" ist mit dem neuen Verse auch eine neue Paraschah. — Dieser hier entscheidende Umstand aber, daß nämlich nur der Ort deS Anfangs einer neuen Paraschah zu mißbilligen und aus einem falschen Prinzrve Werte noch zu der früher« gezogen werden, welche der richtigen Auffassung nach zu der folgenden gehörendaß aber eine Abthcilung, nur einige Werte froher, vollkommen paffend ist, fehlt gerade in den meisten andern Stellenwie 1 M. 4, 8. Nicht. 2- 1. 1 S. 10- 22. 14- 12. 10. 36. 16- 12. 19- 21. 23, 2. 11. 2 S. 5, 2. 7, 4. 24, 10. 11. 2 K. 1- 17. Ics. 8, 3. Ezech. 44i5, und nur an sehr wenigen noch findet er sich, wie Jos. 4, 1 sgaiiz gleich mit 5 Mos. 2, 16 und 17) minder Jos. 8, 24. 1 K. 13, 20. Ezech. 3, 16. Diese PLska's scheinen demnach eine spätere Spielerei, wo vielleicht nach dem Pnnzivc deS Paraschenabtheilcrs derjenige Verstheilwelcher auf das Frühere Bezug hat, von dem andern, der nickt so eng damit zusammcuhängt, wenn auch nichts NeucS beginnt, das zu einer Paraschcntrennung berechtigen könnte, etwas ge'ckieden werden soll- und in der That finden sie sich meistens Ln Versen, die mit beginnen, dem dann in der Mitte des V. ein Nachsatz folgt, welcher nun getrennt werden soll. Andere Gründe, welche sich an andern Stellen als sehr wahrscheinlich vermulhen lassen, sind zu kleinlich, um hier erörtert zu werden. Jedenfalls scheint mir daraus hervorzugehen, daß diese Pisla's erst nach der Abthcil'.rng in Verse entstanden sind und für die Parascken in den Propheten Nichts beweisen. Daber weiß auch weder die cig. Masorab, noch die masorethuche Uebcrsicht das Geringste von ihnen, und btos am Rande, wo gar viel Spätes ausgenommen ist, sind sie zuweilen verzeichnet, an einer Stelle (1 M. 35, 22) sogar mit der Angabe, daß sich im Ganzen 25 finden; daher werden dieselben auch in den me.ften und correcten Handschriften, wie Norzi in Minchatb Sckai bezeugt, gänzlich ignon'rt. Wenn daher von einer Randdneti; zu Jcr. 14, 4 (einer Stelle, bei welcher alle älteren Autoritäten nicht das Geringste von einer Piska wissen) noch avgumcntirt werden soll, so können wir füglich über diesen Beweis hinweggchcn, und haben wir nur den vieldeutigen Ausdruck „masorethisch" zu rügen. — Merkwürdig wäre es ferner, daß die Masorah, welche die Zahl der Paraschen dco P.ritatcuchs so sorgfältig angiebt, dieselbe bei den Propheten ga.-iz übergehen sollte, während die Zahl der Verse, selbst der Sedarim eines ftden Buches am Hude desselben immer verzeichnet ist. Andererseits ist jedoch nickt zu verschweigen, daß zu der angeführten Stelle Megillah 24 n der Eommcutar Thosaphoth der Sitte aus seiner Zeit gedenkt, die drei Verse Jos. 3,5—7 dem Uebcrsetzer zusammen vorzulcsen, .obgleich mit V. 7 eine neue Paraschah beginne. Hier kann nicht die Neve von einer bloßen SinnabthciLung sein, die auch hier gar nicht

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.