Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 148

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Christliche Zeitschriften
Date
1839-01-01
Page
Seite 148 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2929020-2929036-2929038-2931406--2218-2931576
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

148 Nachrichten. Grund bereits bei einer andern Gelegenheit (B. Hl. dieser Ztschr. S. 150 u. 151) angegeben worden. Bei den zwei andern Stellen tst allerdings ein ganz neuer Abschnitt zu erwarten und die Trennung in Paraschen vollkommen richtig; nur mit dem Anfänge derselben kann man nicht einverstanden sein und muß man hier mehr dem Verseabtheiler (eistimmen. ES tritt hier nämlich der Umstand ein, daß der erste Lheil des Verses sich auf das Frühere zuruckbczieht, und so die Verbindung der Erzählungen enthalt, er aber dennoch eigentlich mit dem letztcrn Thcile, welcher das Neue beginnt, ganz enge verbunden ist. In 4 M. C. 25 ist zuerst die Rede von der Pest, welche die Israeliten als Strafe für die Buhlerei mit den Töchtern der Midianiter traf, welcher Pinchaö durch sein energisches Auftreten jedoch Einhalt gethan (wofür er belobt Wird), welche dann die Veranlassung zu einem Versolgnngskricgc gegen die Midianitcr ward. Darauf folgt dann: (26, 1) „Und cö war nach der Pest, da sprach Gott... (V. 2) zählet u. s. w." Die Worte: „Und eS war nach der Pest" sind znrnckbcziehend auf das Vorhergehende, aber der eigentliche Zusammenhang verbindet sie mit dem ganz neuen Stücke von der Zahlung. Der Paraschcnabthciler opfert den eigentlichen Zusammenhang der Rückbeziehung auf, waS der Vcrseabtheiler mit Recht nicht thut; jedenfalls aber erwartet man hier eine Abtheilung durch die Paraschcn, nur vor den Worten „und cs war." Derselbe Fall ist 5 M. 2,6. Hier wird zuerst die Abmahnung erzählt, gegen die Söhne Esau'S etwas Feindliches zu unternehmen, und der Befehl, von ihrem Gebiete wegzuriehen. Darauf heißt eS: „Da zogen wir von unfern Brüdern, den Söbnen Esau'S, welche wohnen..., wir wandten unS und zogen den Weg der Wüste Moab's." Der Theil bis „wir wandten unS" bezieht sich auch hier auf das Frühere zurück, und mit diesen Worten beginnt eine neue Erzählung von dem Zuge durch Moab. Auch hier ist ein neuer Abschnitt, und die Verschiedenheit der Ansicht besteht nur in dem Anfänge desselben. Seiner Ansicht, die neue Paraschah erst mit dem Thcile der Erzählung zu beginnen, welcher auch keine Beziehung mehr auf das Vorhergehende hat, bleibt der Paraschcuabtheilcr auch anderswo treu, wo der Verseabtbeilcr die seinige verläßt und die zusammengehörigen Stücke nicht zu einem Verse verbindet. Zum Beispiel diene 2 M. 7, 27 u. 26: „Und eS war am Tage, da Gott zu Mose redete im Lande Aegypten (26), da redete Gott rc.;" dann 12, 51 und 13, 1: „Und es war an demselben Tage, da herauszog Gott die Söhne Israels aus dem Lande Aegypten nach ihren Heerscharen (13, 1), da redete Gott zu MoscS;" ferner 5 M. 2, 16 u. 17: „Und cs war, als völlig alle kriegsfähigen Leute gestorben waren aus der Mitte des Volkes, (17) da redete Gott zu mir." > r. Schon E. E. findet dies auffallend, besonders in Bezug auf die erste und letzte Stelle, vgl. zur ersten und auch zu Len beiden andern.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.