Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Christliche Zeitschriften
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 7)
- Language
- German
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Nachrichten. L47 Schriften angeordnct sind , wi« sie sich noch tn'dcn Spntigogeiirollcn finden, sondern auch in den Propheten. Der Vers. gründet diese Mei. nung 1) auf eine Stelle Ln der Mischnah Megillah 4, 4., wo die drei Verse Jes. 52, 3 — 5 drei Panischen genannt würden; 2) auf die Piska'S in der Mitte von Versen, welche auch in mehren Prophetenstcllen Vorkommen, und endlich 3) auf eine „masorethische" Randnote zu Her. 14, 4 in der Ausg. von Alias und den dieser folgenden, die nach corrccten Hdsch. einen Absatz d.zeickrie. Was nun zuerst die Stelle der MLschnah betrifft, so giebt sie nicht ausdrücklich die angegebenen Verse im Jcsi als drei Paraschen an, sondern sagt bloS im Allgemeinen, bei Gelegenheit der Vorschrift, der Ucbersetzer im Pentateuche habe nach jedem Verse die Ucbersetzung vorzutragen, für die Prophetenstücke aber nach, je drei Versen, daß, wenn diese drei Verse drei Paraschen seien, die Übersetzung nach jedem einzelnen folgen solle; hiezu giebt erst die Gcmara 24 n das Beispiel aus dem JesaiaS. Hier ist aber wohl zu beachten, daß das Wort Paraschah nicht die enge Bedeutung von einem durch eine gewisse Bezeichnung abgeschlossenen Stücke haben muß, sondern daß es im Allgemeinen helßt: ein zusammengehöriger Abschnitt. Die Mischuah konnte also wohl sagen, daß wenn die drei Vene unter sich keinen Zusammenhang haben, somit jeder ein für sich bestehender Abschnitt sei, die Regel dem Sinne zu dssebe aufgegeben werden solle, und die Gcmara mag denn als Beispiel solcher Vene die erwähnte Stelle angcben. — Was die Piska's betrifft, so verdienen diese eine weitere Besprechung. Im Grunde scheinen sie nämlich von schwacher Autorität zu sein. Man versteht unter ihnen Zwischenräume in Mitten des Verses, und Herr H. nimmt daher an, der Paraschenabtbciler hätte hier einen Abschnitt geschlossen, diese Trennung habe aber derVcrseabtheiler mißbilligt und einen Theil der früheren Paraschah mir einem Lheile der folgenden zu einem Verse verbunden. Solcher Widerspruch von Seiten des Verscabtheilers gegen den Paraschenabtbeiler finden wir in der Tdat an vier Stellen des Pentateuchs, nämlich 2 M. 20, 13 (letzter Vers des Dckalogs, wo jedoch die Paraschah zweifelhaft ist), 4 M. 26, 1. 5M. 2, 8 u. 5, 17 (gleichfalls letzter B. des Dekalogs, wo die Paraschah unbezweifelt ist ). Eine fünfte Stelle ist 1 M. 35, 22 u. 23; hier ist jedoch der eigentliche Vcrscabthcilcr mit der Para' schcnabtheilung einverstanden, und nur der zweite Acccntuator hat die Tbcile zu einem Verse verbunden. Bei einer sechsten Stelle jedoch, nämlich l M. 4 , 8. ist nirgends von einer Paraschah die Rede, aber wohl von einer Piska. Sehen wir die fünf angegebenen Stellen, in welchen die Abtheilung in Paraschen mit der in Versen streitet, genau an, so crgicbt sich überall für diese Verschiedenheit der Ansicht ein guter Grund. In Bezug auf die Stellen des Dekalogs, sowie auf diejenige. Ln welcher nicht der Berseabthciler, sondern der zweite Aeeentuator eine Abweichung hat, nämlich 1 M. 35 , 22 u. 23, ist der