Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Christliche Zeitschriften
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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146 Nachrichten. besondcrn Gegenstände seiner Untersuchung dir „Bezeichnung der Sinn, abtheilung und gottesdienstlichen Modulation." Zu verstehen sind hierunter alle in dem Texte der Bibel angebrachten Zeichen, welche eine gewisse Art von Einteilung, sei eS in größere oder kleinere Abschnitte, oder in einzelne Verse oder endlich in ganz vereinzelte Verstheile, zum Gehufr der Trennung des Nichtzusammengehörigen und der Vcrdindung des dem Sinne nach Zusammenhängenden, anzuzeigen bestimmt find. Auch hier kömmt cs dem Hrn. Vers., wie früher bei Erörterung deS PunctationSspstemS, ganz besonders auf die geschichtliche Entstehung und daS Alter dieser Zeichen an, nnd auch hier geht er mit erschöpfender Gründlichkeit und mit einer umfassenden Gelehrsamkeit zu Werke, welche ebensowohl die geschichtlichen Zeugnisse in den jüdischen Denkmälern prüfend abwägt, als die Analogie der Schriftwerke anderer alten, namenlich semitischer Völler, vortrefflich zu benützen weiß. Nur an wenigen Stellen werden wir uns eine in etwas abweichende Abficht zu begründen erlauben. AlS ältere Zeichen der „Sinnabtbeitnng" betrachtet der Vf. die „Schriftabsätze," wenn nämlich ein folgendes Stück nicht unmittelbar an das vorhergehende angereiht, sondern ein gewisser Raum leer gelassen wird, ohne daß jedoch weiter ein Zeichen gesetzt würde, und ferner die „Interpunktion," welche durch ein bestimmtes, zwischen ein Stück und daS andere gesetztes Zeichen die Trennung andeutet; unter den neueren Zeichen versteht der Verf. die „sogenannten Accente." Die Schristabsätzc bestehen in offenen Räumen in den prosaischen Texten, worunter alle biblischen Bücher mit Ausnahme der Psalmen, der Sprüche und des Hiob, und einiger wenigen Stellen Ln den prosaischen Büchern gehören; in den poetischen Büchern aber, welches eben die drei genannten sind, und bei einigen poetischen Stellen in den prosaischen Schriften kn abgesehen Zeilen und Halbzeiten. Die offenen (leeren) Räume sind nun die s. g, Paraschen, welche sich wiederum theilcn in offene (nn^Nv) und geschlossene (nNDv), d-h» solche, bei welchen der ganze Nest der Zeile leer bleibt und auf der neuen Zeile auch nicht sogleich am Anfänge sortgcfahren wird, und solche, wo LloS ein leerer Raum innerhalb derselben Zeile ist. Woher der Verf. für die letzteren auch noch Zu dem Ausdrucke N21AV kömmt, den er mit „verbundene, sich anlehnende" übersetzt, ist mir unbekannt. ES scheint, daß er oder sein Gewährsmann den Ausdruck in Menachoth 32 s mißverstanden habe; dort heißt es nämlich, Rabbi Mcir habe in den Thcphillin die Paraschah S'QV (5 dl. 0, 4 — 9) am Schlüsse mit einer Pcthuchah bezeichnet, während in dem Pentateuchs dieselbe als Sethumah gelte, und als Grund dafür wird angegeben, im Pentateuche stehe sie im Zusammenhänge (sie sei mit dem folgenden, während sie in den ThephMn losgetrennt sei. Es leuchtet ein, daß dies keine Benennung der Zwischenräume sein soll. — Solche Räume finden sich, nach dem Verf., nicht dlos im Pentateuche, für den sie in den Lhalmndjschen und rabbinischen