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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 145

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Christliche Zeitschriften
Date
1839-01-01
Page
Seite 145 (sequence 5)
Language
German
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Nachrichten. 145 daß daS Thristenthunr im Laufe der Geschichte den Ansto? gegeben habe, ZU diesen Wahrheiten zu gelangen, indem durch eine solche Behaupt trmg ja das Christenthum, als Religion, wenigstens für unsere Zeu, ganz überflüssig gemacht werde, und ferner durch die andere Behauptung, daß nur diese Philosophie den wahren Gehalt dieser Glaubens' sähe erst nunmehr gefunden habe, sowohl den Stiftern des Christentums — obgleich ihren Aussprüchen mit dieser Philosophie gleichlautende Deutungen untergeschoben würden — als auch deu jetzigen Anhängern desselben, die rur nicht von dem Lichte des Systems beleuchtet werden, der besitz der Wahrheit abgesprocheu werde. Daher sei auch das Verdienst, den s. g. Nationalismus siegreich widerlegt zu haben, gesetzt auch, es sei einzig und allein durch diese Schule bewirkt worden, nicht so hoch anzurcchncn, weil eben nur ein neuer andersgcstalteter Rationalismus aus dem Kampfe als Sieger hevvorgegangcu sein wurde. — Was nun andererseits die positiven religiösen, der kirchlichen Theologie entsprechen sollenden Ansichten des Herausgebers betrifft, so treten diese vorlänng noch nicht volllommen klar hervor. Indem er in seinem philosophischen Systeme nicht der inncrn Dcnkentwickclnrig Alles ubc'laßt, sondern dw Erfahrung als Gegenstand der Speculation erkennt, so weiß er auch von cim. Erfahrung, die den Menschen über Gott von Gott selbst geworden, d. h. von einer Offenbarung, der man sich zu unterwerstn habe, die er jedoch, wenn er sie auch nicht als eine Uroffeudarung betrachtet, in allen religiösen Aeußcrungeu der Vorzeit und der Gegenwart erblickt; die vollkommene Enthüllung habe sich zwar erst „in Christus vollzogen," aber dann auch seit ihm in der Reihe der „Seher" und Forscher (S. 22 u. 23). Ob hiemit das kirchliche Cbristent.'um einverstanden ist, und ob nicht vielmehr auch diese Ansicht zu einer iudsectiven oder mittelbaren Offenbarung binneigt, muffen wir den christlichen Theologen zu entscheiden überlassen. — Zwei andere Aufsätze: Die'drei Grundfragen der gegenwärtigen Philosophie, von Weiße, und: Ueber das, Verhältnis» der Erlenntnißlebre zur Mcraphvs?, von Fichte, suzd rcirz^bilosophLsch. — Endlich spricht ein Aufsatz ziemlich Bekanntes „über die religiösen Interessen der Zeit" von Staudenm aier. Man ersieht hieraus, daß die eonfessiouelle Verschiedenheit in dieser Zcitschr. gewissermaßen Lgnorirt werden soll, was der Heraus, gebcr in seiner Vorrede nennt, „dieselbe zürn Bedeutungslosen einschminden lassen," und Herr Staudenmaier bezeichnet dtes m'wl als ein „ober, fiachlichcs Ignorircn der vorhandenen Gegensätze," sondern als das Bestreben, „dieselben wissenschaftlich zu versöhnen." 's Von besonders wichtigem Inhalte ist für unS das vierte Heft der „theologischen Studien und Kritiken" vom Jahre 1837. -- O. Hupfe lv. setzt in demselben die gehaltvolle Abhandlung, „Beleuchtung dunkler Stellen der alt-testamentlichen Tertgcschichte," welche er La der gi> nannten Ztscbr., Iabrg. 1830 , begonnen hatte, fort, und hat hier zum Iüd. Zeisglu-. IV. 10

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