Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Christliche Zeitschriften
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 3)
- Language
- German
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Nachrichten. 143 Valladolids, ein Verbot derselben. — Der dritte LstAlphonsuS de Spina, in der letzten Hälfte des 15. Jcchrh. Vers, des kssortaliciurn l'illei. der aber nie Jude war. — 4. Petrus Niger, um dieselbe Zeit, Vers, eines lateinischen TractateS gegen die Juden und einer deutschen Schrift ähnlichen Inhaltes, der Stern des Messias, gleichfalls nie Jude. — 5. Victor von Carbcn, geb. 1422, Anhänger Pfefferkorns bei dem Streite über den Thalmud, Verf. einer deutschen Schrift gegen die Juden, welche dann mehrfach inS Lat. übersetzt und in Auszug gebracht worden ist — getaufter Jude. — Alle diese Verf. autijüdischer Schriften sind hier mit vieler bibliographischer Gelehrsamkeit anSgestattct. Das 21. Heft der von Bonner Professoren der kath. Theologie redigirten „Zeitschrift für Philosophie und katholische Theologie" sieht bei Badeker in Coblenz), enthält eine Rccension des „Israelitischen Andachlsbücblcin . . . für gute Kinder, von v. S. F o r m st e ch c r (Offenbach. WächterShänscr. 1836. 152 S. 123, indem es dasselbe gewissermaßen als einen Repräsentanten neuerer jüdischer Theologie betrachtet! Ucbcrhaupt scheint man sich in dem Bereiche der Christenheit in die Bewegung, welche in neuerer Zeit die jüdische Theologie ergriffen, ziemlich schlecht finden zu können. Davon gicbt auch die Beurtheilung ein Zeugniß, welche Herr I). Carove in Frankfurt über die zwei ersten Bände der „wissenschaftlichen Zeitschrift für jüdische Theologie" in dem theologischen Litteraturblatte zur A. K. Z. Nr. 62 u. 63 verössentlicht bat. Den hoben Standpunct, welchen Hr. C. einnimmt und von welchem ans er auch die christlichen Erscheinungen erblickt, wollen wir an sich nicht tadeln; nur werden, abgesehen von einigen ganz hohlen Phrasen über den Begriff von Wissenschaft, hier Ansprüche an eine Zeitschrift gemacht, welche nur in einem fpstematischen Werke befriedigt werden können; wird die, der historischen Religion zu Grunde liegende Idee, welche in ihrer Selbstständigkeit und ihrer LoStrennnng von den zufällig sie in dem Laufe der Geschichte begleitenden Umständen Ln der neueren jüdischen Theologie als ihre „reine" Gestalt aufgefaßt wird, durchaus als ein Phantasiegrbilde geleugnet, und dies von einem Manne, der sich sonst zu Hcgel'schcn Grundsätzen bekennt, und wird endlich die neuere Gährnng im Judcnthnme überall als etwas Fertiges bcurthcilt, und daher wird mit weiser Praccrtormiene die Verschiedenheit Ln den Aeußerungen verschiedener Mitarbeiter ncbeneinandergeftellt und - als Widerspruch behandelt! Eine neue Zeitschrift erscheint (Bonn b. Weber) unter dem Titel: „Zeitschrift f. Philosophie und speculative Theologie;" Herausgeber ist Prof. 1). Fichte, und eine große Anzahl von Mitarbeitern wird genannt. Es ist in der neuesten Zeit nicht auffallend, die systematische Philosophie im Bunde mit der Theologie zu sehen. Man hat sich schon daran gewöhnt, dieselben mit gegenseitiger Beziehung auf einander;u