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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 142

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Christliche Zeitschriften
Date
1839-01-01
Page
Seite 142 (sequence 2)
Language
German
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Nachrichten. 142 mit dem neu aus assyrischen Pflanzern bevölkerten Samarien, so daß assyrische Begriffe leicht in Palästina eindrangcn (und wirklich finden wir im Thalmud Chullin 6 a, die Behauptung, einige Samaritaner hätten das Bild einer Taube verehrt). Semiramis, die Taubengöttin, und Derketi, das selbst seinen Stamm in finden sott, die Zischgöttin, werden in die verwandtschaftliche Beziehung von Mutter und Tochter gebracht, was soviel heißen Witt, als daß die verschiedenen Seiten eines Wesens sich in diesen verschiedenen Gestalten ausdrucken, in der Taube als daS segnende und schützende, in dem Fische als das meerbcherrschcride und zähmende, welcher CultuS bei Kustenvöllern sebr nahe lie. gen mußte. Die Umwandlung nun, welche der babylonische Prophet OanneS in einen jüdischen Ionah erfuhr, führte den Vers, der Schrift dahin, einen wirklich vorbandcnen Propheten Ionah bcn Amiithai zum Helden der Erzählung zu machen; die Tätigkeit des Propheten aber mußte, nach jüdischem Standpunkte, eine Ermahnung zur Buße sein, die Nothwendigkeit, ihn mit einem Mccresthiere in Verbindung zu setzen, leitete auf sein Vcrscblungenwcrden durch ein solches, was bloS durch einen Ungehorsam des Propheten motivirt werden konnte. — Ebenso, meint Hr. B., deute die große Trauer der Ninivitcn auf den babylonischen AdoniScultuS, der an gewissen Tagen dcö Jahres mit gänzlicher Versenkung in Trauer wegen der Vergänglichkeit alles Irdischen begangen wurde, aus welcher man aber auch wieder zu fröhlicher Festfreude sich wendet. Diese Trauer konnte dem Hebräer nur als Busse erscheinen, dennoch aber tritt der eigentliche Grund derselben in dem schnell emporsprossendcn und ebenso schnell welkenden Blatte, daS dem Ionah zur warnenden Lehre dienen sott, hervor. — Scharfsinnig und gelehrt ist die Nachwcisung alles kurz hier Berührten; die Erklärung bleibt dennoch eine Hypothese. Für unfern Zweck ist noch von Interesse ein-„erster literarhistorischer Beitrag zur Geschichte der Bekämpfung des JudenthumS durch christl. Schriftsteller, vom Mittelalter bis zur Zeit der Reformation" von 1). Mayerhoff. Der erste, welcher genannt wird, ist PetruS Alpdonsus, ein getaufter Jude, gcb. 1062; er gab Oialooi heraus, worin er einen Juden MoseS, wie er selbst als Jude hieß, von Petrus, welchen Namen er nun als Christ trug, von der Wahrheit des ChristenthumS überzeugen läßt. Derselbe schrieb eine OiZeiplina cleu-icaÜs, unter welchem Titel man den Inhalt, philosophische Lebensregcln und moralische Erzählungen, nicht so leicht suchen wird, und welches Buch gewiß mit den damaligen jüdischen Schriften gleicher Art viele Aehnlichlcit, auch wohl agadischc Vestandtheile hat. — Ein zweiter AlphonsuS, geb. 1235 , gleichfalls getaufter Jude, schrieb de; pi'oe!H8 De!, gegen ein Werk des Joseph Kimchi i dieser machte auch zuerst auf die Stelle im Schmoneh Esrch, welche von den Ketzern handelt, aufmerksam und erwirkte, nach einer mündlichen Disputation mit Rabbinen

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