Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Christliche Zeitschriften
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 1)
- Language
- German
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-«4L Nachrichten. (CHristticke Z eitsch rifte n.) Die neue Folge, welche die Jt lgen'scke „Zeitschrift für die historische Theologie" eröffnet hat, enthält in dem ersten Stücke des ersten Bandes (Leipzig, Barth. 19.'i7, X u. 179 S. gr. 8) außer einer interessanten Abhandlung des Hrn. Prof. 7). Neu--- mann über chinesische Neligionsphilosophie, deren Einleitung vorzüglich lcsenswerth ist, zuerst eine Abhandlung über den Propheten Jonas von Hrn. Prof. I). Baur. In derselben erklärt er sich, wie zu er-» warten, nickt für die Ansicht, welche die darin erzählte Geschickte für eine wahrhaft historische gelten läßt, sondern für dieienige, welche die späte Erzählung einer Vollösage in diesem Buche findet. Die neue Wendung, welche Hr. B. dieser Erklärnngsweise giebt, um die Entstehung der einzelnen Umstände in der Sage begreiflich zu macken, besteht darin , dasi er auf assyrisch-babylonische Mythologie hinweist und dort alle einzelnen Mornente wiedcrznsinden glaubt, welche hier nur Den hebräischem Staudpunete anfgefaßt und aneinandergereiht worden seien. Die Babylonier kennen nämlich einen Propheten, mit Namen Oan ries, der fast ganz Fisch, nur menschliche Füße und menschliche Stimme habe und ihnen tagtäglich aus dem Meere her dchren in Künsten und Wissenschaften milgetheilt und Gesetze gegeben habe. In der hebr. Anschauung mußte natürlich ans diesem Fischpropheten ein Meinch, und zwar ein Hebräer werden, der jedoch mit einem Meercsnngehencr in Verbindung kam. Der Name Dann es und Jo nah hat Achnlichlcit, dieser bedeutet aber auch zugleich Taube; die Taube stand bei den Alten im Allgemeinen wie auch im kir.-Zichen Alterthume, das den heiligen Geist in dieser Gestalt erscheinen läßt, in hoher Verehrung, (auch der Midrasch läßt mit Anspielung auf das Wort 1 V?. 1, 2, das gewöhnlich von Vögeln gebraucht wird, den heiligen Geist wie eine Taube über den Wassern schweben, und der Tbalmnd Berachoth 3 a giebt dem Bath-.stol die Stimme einer girrenden Taube) , der assyrisch-babylonische Mythus aber setzt die SemiramiS mit Tauben in Verbindung, und der Name dieser Königin selbst soll sogar diese Bedeutung haben. Assyrien stand in engem Verkehre mit Palästina, namentuch