Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Probe einer rhythmischen Übersetzung des Thachkhemoni von R. Jehudah Elcharisi
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 134 (sequence 5)
- Language
- German
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134 Bibliographie. nicht läßt unterweisen! — er gehet einst nackt und bloS einher, — ein Weinstock, von Frucht und Blättern leer, — seine Lippe küßt den Harm — und den Mangel umschlingt sein Arm. sprach: Eine schwarze Heldin finden ihren Leib mit Kraft gegürtet, Schwarz wie Myrrhen, reicht sie doch nicht Mit jedwedem neuen Morgen ist schon reg' in aller Frühe Eh der Morgenrdthe Strahlen häuft sie Speise für die Tage, Jedes Körnlein, das sie sammelt, haut und baut für sich mit Mühe und verbirgt in ihre dunklen ist nicht Diebin und doch geht sie Uebcrall ist sie im Sommer, und besorgt die WLnterschähe, Sic begrabt sich selbst lebendig, und sucht ihrer Wohnung Thüren Kaum der Lenz ist da, so sichst du nach Brodhaufen flugs zu wandern bis sie weiß, daß fern der Heimath Vor dem Frührcth ist sie längst schon wie die Händler, die auf jedem Klugheit, die sie nicht gelernct, gehet, wenn noch schläft der Faule, -- — Und er erhob sein Lied und können wir auf.Höhn und Gründen, nicht mit Gürtel oder Binden. wie die Myrrhen Duft den Winden, geht sie, Beute zu ergründen; und die Nacht laßt sie dahinten, in der Höhe sich entzünden, da des Jahres Fruchte schwinden, gräbt sie in der Erde Rinden; Höhlen in des Bodens Gründen, Kammern, was sie konnte finden; fremde Guter auszulünden. aber birgt sich vor den Winden ihre überreichen Pfründen, wenn die Lüfte flobn, die linden, allenthalben zu vcrspünden. sie dem Grabe sich entwinden; bricht sie auf aus ihren Schlünden, sic gesühnt hat ihre Sünden. . auf den Füßen, den geschwinden, Weg' und Stege sich befinden, lehrt sie doch den Menschenkinden, um das Frühroth -u verkünden. Der Erzähler spricht: Und als er sein Lied geendet, — sprach er, zu seinem Gesellen gewendet: — das sind die Lieder, die jede Brust zerthcilen, — denen alle Herzen Nacheilen, — davor die Sonne beschämt ihren Glanz einzieht, — wann sie siebenfach sprüht. — Und gegen sie kann sich deinesgleichen — nicht klüger zeigen, — als durch Verstummen und Schweigen. — Vergleichst du dich mir, so wird mein Zorn gegen dich losbrechcn, — und wahrlich, der Geist Gottes, verließ mich, daß ich mag sprechen — mit einem solchen Frechen! — Willst du mit Perlen vergleichen die irdne Schale? — und die Finsterniß mit dem Sonnenstrahle? — Ist der Geist Gottes von mir auf dich gekommen? -