Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Probe einer rhythmischen Übersetzung des Thachkhemoni von R. Jehudah Elcharisi
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 4)
- Language
- German
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2. Probe einer Uebersetzung des Thachkhemoni. IS! Zaus, — rach ihrer Nahrung hin und her zu eilen — und kann nicht mehr zu Zause weilen; — rennt den ganzen Tag auf jeder Dahn — thalab, bergan; — trägt Müh und Last — ohne Rast, — laust und rennt — odne End, — arbeitet immerzu — obneRuh, — um sich mit Nahrung zu versehen, — um Deute für ihr Zaus zu erspähen. — Sie gehört unter die Zwerge, — und trägt doch Lasten wie Berge; — Ach» rcn von den Feldern erbeutet sic, — und Grotten unter der Erde arbeitet sie, — und füllt sie mit dem reichen Ertrage — der Sommcrtagc. — Den ganzen Tag eilt sie von Ort zu Ort — geht Abends beim und Morgens fort. Und bat sie im Winter sich versteckt in die Erker — von ihrem Kerker, — so siehst du sic im Sommer von neuem lausen — in Hansen, — um mit denen, so da kamen, Getreide zu. kaufen. — Und ist die Zeit der Ernte nah, — und der Bote der Lese da, — so gürtet sie mit Kraft ihre Lende — und verlast ihre Wände — und wendet sich zur Tenne behende. — Sic ziehet aus mit dem Schniuerheere, — und drischt gar säuberlich jede Aehrc; — sic geht nicht von der Ernter Seite — und sammelt auch ein ihr Getreide. — Da siehst du sie in den Tennen — auf und nieder rennen, — bis sie der Knechte Mitleid sieht, — und sie unter den Garben sammelt, ohne daß ihr Leid geschieht. — Sie schenken ihr von dem Segen, den sie erwarben, — sie zichn heraus für sic aus den Garben; — sie lassen es liegen, daß sie lese, — und werden ihr drum nicht böse. — Und Einer sagt zum Andern: eS set ihr unvcrwcbrL, — denn ihre Seele ist Verstört, — ihr Zaus ist geleert, — und kein Saure ist ihr bcscbcert! — Sie schweift tagtäglich auf dem Feld, — wie eine Magd, die Nachlese halt. — Iy ihrer Weisheit, ihrem Verstände — bringt sic ihre Nahrung aus fernem Lande, — und hält ihre Speise bereit — für die dürre Zeit; — jedes Gcrftenkörnlein, das sie findet nah und fern, — wahrt sie wie ihren Augenstern, — eilt, in das SchajzhauS es zu legen — und birgt cS vor Sturm und Regen, — aber Weizen und Spelz ward nicht geschlagen, — weil sie kommen in spätcrn Tagen. — Und sieht sie die kalten Tage nahn, — da Schnee und EiS deckt jede Dahn, — da Sturm und Regen jeden treibt, — vast er zu Zause bleibtt — so uimmt sie aus den Speichern ihre Deute, --- und vertheilt/ic unter ihre Leute, — ihrer Hände Frucht — und was sie mit Muhe gesucht; — sie zeugt durch ihr Werk von der Weisheit des Herrn — und es loben sie ihre Thaten nah uvd fern. — Heil ihm, dev von ihr lernt, dem Weisen! — dock Wehe Faulen, der von ihr sich