Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Probe einer rhythmischen Übersetzung des Thachkhemoni von R. Jehudah Elcharisi
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 3)
- Language
- German
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>32 Bibliographie. zum Himmel stiegen will und keine Flügel hat, — der mit mir kriegen will/da er doch laß ist und matt. — Der Gegner sprach: Sieh, wie Stolz und Hoffahrt deinen Hals umschlingen, — und deine Worte, so hochher dringen! — Und nun zeig' uns, ob du mächtig, — oder schmächtig, — ob deine Schaaren von den starken oder magern, — und deine Wohnungen sind in Vesten oder Lagern! — Und bewahret sich, was deine Lippen sprechen, — alsdann wird dein Licht, wie die Morgenröthe, Herd erbrechen. — Da sprach sein Geselle: Wie kannst du dich messen mit mir so dreist, — da auf meiner Zunge ein Quell von Witz und Geist — und in meiner Brust ein Born von Liedern fleußt? — denn ich kann durch meiner Gedanken Menge, — und durch meiner Zunge Gesänge — erheben alles Verächtliche Und Kleine, — und culweUhen ' alles Große und Ungemeine. — Und wenn auch die Sturme deine Zelte waren -— und die Winde deine Fähren, — und die Wollen deine Lwcrc, — und ^ie Blitze Träger deiner Sperre, — und der Sterne Licht deine Pfeile, — hin fliegend mit Blitzeseile: — sie würden nicht vor mir bestehn, — und ihrer Hände Kraft wurde vor mir vergehn, — so lauge du nicht — auf ein Ding von verächtlichem Gewicht — fertigen kannst ein Lobgcdicht, — nämlich zum Nubm und Preise — der Anreise. — Der Gegner sprach: Wie hast du geholfen dem Schwachen! — Wirst du die Gedern Libanons durch Dorn und Disteln bcom machen? —- Leicht ist dein Verlangen zu gewähren, — und gar klein dein Begehren, — und so magst du denn hören! Und er begann und sprach : Die Ameise. Eine Dirne, geboren auf dem Feld, — gerüstet wie ein Held, — dle morgens der Beute nachstcllt; — leichter Füße, schmaler Lenden, — sitzt sie an allen Enden; — schwarz und doch schön ist die Kleine, — und doch von Eva's Töchtern keine, — hat schwarze Tracht, — und kömmt aus ihrer Höhlen Nacht; — eilt jeden Tag dem Morgenlicht zu. vor, — und ist frühmorgens unterm Thor; — lauft auf allen Steigen — und Sträuchen, -- allen Wegen -- und Stegen, — allen Straßen — und Gassen. — So lang der Winter dauert, — hält sie sich cingcmauert, — und ist der Winter aus, — so kömmt sie heraus — aus ihrem r. r. st