Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 8)
- Language
- German
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CreizenachS Schnrath Hadbm. 12 k Wahrheit kann auch volle Hingebung erwarten. Auch im Leben, so traurig eö ist, must für jetzt noch diese Verschiedenheit bestehen. Hier ist freilich nur ein allmäliger Uebergang und von den Leitern deS practischen Lebens, den Rabbinern, ist gleichfalls, in ihrem amtlichen Wirken, ein allmaliger Stufengang zu erwarten —freilich auch zu fordern—, wo gerade ScheidungSoersuche der Art, nur etwa noch in abgemessener» Schritten, die einzelnen Stationen zum Ziele hin augeben. Aber ein künstlichesDrüberhinauSgreifen ist da nicht statthaft, nud zwar um so weniger, da eS gerade das aufrichtigste Bestreben sein must, jene Scheinfrömmigkeit, die sich mit äußerlichen Mittelchen abfertigt, zu entfernen und die wahre Innerlichkeit deS Glaubens in Israel wieder herzustellen. Referent hielt eö für seine Pflicht, uiioerhvleu dasjenige, waö ihm in der vorliegenden Schrift und an dem darin herrorgetrctenen Bestreben als verfehlt erscheint, als solches zu bezeichnen. Er hielt sich dazu für verpflichtet, im Interesse aller derjenigen, welche in dem bestehende» thalmudischcn und rabbinischen Judenthume die wahre Gestalt deS jüdischen Glaubens nicht erkennen, zu welcher Ansicht sich ja auch der Hr. Vf. bekennt, und daher auch in dessen eigenem Interesse, damit cS nicht den Anschein gewinne, als seien hier ihre und dessen Ueberzeugnngen ausgesprochen; er hielt sich dazu im Interesse der litterarischen Bestrebungen verpflichtet, um vor Halbheitsvorschlägen, selbst in den wohlwollendsten Absichten, zu warnen; er hielt sich ferner dazu der gegnerischen Partei gegenüber verpflichtet, damit eS nicht scheinen möge, man wolle sie durch Winkelzüge, wofür sie solche Versuche halten konnte, herübcrlocken. Wenn wir hier nun im Allgemeinen, der 'Absicht des Hrn. Vfü. ihren Werth znertheilend, mit dem Mittel, dieselbe anSznfnhren, nicht einverstanden uns erklären können, so dürfen wir doch nicht die Bedeutung der Schrift in demjenigen Theile, welcher lediglich den ScheidnngSrcrsuch betrifft,