Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 7)
- Language
- German
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22V Necenstonen. thalmudisch in Betracht ihrer Spitzfindigkeit, aber dennoch /halmudisch unanwendbar, wie die Pflanzen am Sabbathe durch zwei Personen zugleich begießen (S. 20), Arbeiten durch Nichtjuden an demselben verrichten zu lassen, denen man den Ertrag dieses Tages giebt, ihn aber zugleich für eine bestimmte noch so geringe Summe abkaust (26), der Nath, daß der Ehemann vor seinem Tode — wenn er keine Kinder hintcrläßt— oder beim Abschlüsse der Ehe die Erklärung abgeben soll: er verzichte ans die Erhaltung seines NamenS vermittelst der Leviratsehe (Verb. 8Z, S. 56), oder daß man in Fällen, wo man verhindert sei, die Schauriemeu anzulegen, sei» Gewissen dadurch beruhigen könne, daß man im Geiste über einen religiösen Gegenstand nachdenke (S. lO'i und 105) u. dgl. Wer sieht hier nicht sogleich die schiefe Steilung, in welche der würdige Hr. Vf. geralhen ist, wenn er zu solchen Mitteln seine Zuflucht nehmen muß? Ans diese Stellung führte ihn aber keineswegs der Scheidnngsversuch, sondern der Vermittelungsversuch, welcher zu der Anforderung nöthigt, man solle von der einen Seite die positiven Bestimmungen aus Liebe zum Frieden zngeben, von der andern Seite aber zwar in den Grundsätzen im Allgemeinen so wenig wie möglich von den früher anerkannten abweichen, bei einzelnen Bestimmungen jedoch, mit welchen das Leben in zu starke Cvllision geräth, sich auch nachgiebig zeigen und gewisse künstliche Hülfümittel gefallen lassen! Ein solches vermittelnde Streben ist sehr wohlgemeint und höchst achtungswcrth, zeigt von der Liebe des würdigen Mannes für das Judenthum, dem er seine Geltung im Leben gerade dadurch bewahren will, daß cs in Einigkeit die Gemüther durchdriuge und durch seine Beschwerlichkeit sich nicht alle Zuneigung ranbe, kann aber nie Anerkennung erlangen oder gar von glücklichen Erfolgen begleitet sein. Die Ansichten müssen sich bekämpfen, damit durch di« DiScussivn die Wahrheit gefördert und erhärtet werde, und nur die volle und ungetrübte