Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 5)
- Language
- German
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118 Nerenflonen. übergangen werden können; er spricht ihn aber auch an mehren Stellen der Schrift geradezu ans, wvht am bestimmtesten S. 88 mit den Worten: »hoffen wir, daß allmälig alle Meinnngsschaitirnngen sich der vermittelnden 2ehre, wie sie in dieser Schrift vorgetragen wird, anschlieswn werden." Hiemit wird dieser Scheidungr^ersnch in Beziehung auf die (besetze zugleich ein Lereiuigungöversuch der getrennten Ansichten. Ein solcher Versuch ist aber in dieser Weise ebensowenig wissenschaftlich tauglich, da die Wissenschaft sich nicht mit dem Ziehen einer willkürlichen Grenzlinie befriedigen kann, als praetisch fruchtbar, und kann nur als ein verunglückter angesehen werden. Hier möchte sich leicht wiederholen, was die Sage von den unter sich feindlichen Midianilern nnd Moabitern berichtet, die sich gegen Israel vereinigt haben. Diejenigen, welche bereits über diesen Standpnncc HLnansgegangen sind, weiden dein Vs. zürnen, das; er sie zur Anerkennung von Autoritären und Satzungen bereden will, welche sie ans Gründen nicht anerkennen mögen, und die Andern werden dein Vers, für sein Bemühen nicht danken, ihnen Erleichterungen zn verschaffen, die sie mit ihren Grundsätzen unvereinbar halten. Diese möchten aber noch um so weniger mit dem Hrn. Vf. zufrieden sein, da es doch wieder deutlich ans dem Schriscchen hervorgeht, das; die Hoffnung, alle Parteien in diesw „vermittelnden ^ehre" zu vereinigen, nicht ganz ernstlich gemeint sein könne, er vielmehr selbst über diesen vermittelnden Grundsatz hinanszngeben bestrebt sei; wir können dies natürlich nur billigen, finden es jedoch an sich mit dem so dargelegten Zwecke dieser Schrift in Widerspruch, nnd die Andeutungen eines solchen Bestrebens gar in dieser Schrift selbst als höchst ungeeignet. Schon das; so stark hervorgehoben wird, der „orthodoxe Iftaelite" müsse die thalmndische Interpretation als Führerin bei der Beobachtung der Ritual, gesetze anerkennen (C. VM. XVUk. n. a. and. D.), scheint