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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 117

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1839-01-01
Page
Seite 117 (sequence 4)
Language
German
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Creizenachs Schurath Haddin. N7 Recht darnach umsah, ja indem man sogar daS Recht dazu oft geradezu mit schneidender Bestimmtheit absprach. Nun da diese Unschuld des Glaubens gewichen ist, halten sich die dem Stillstände Huldigenden an manche bestimmte Aussprüche des Thalmuds, daß kein Recht zu Abänderungen vorhanden sei, und ignoriren entweder die dagegen sprechenden Thatsacheu oder suchen sie zn entfernen, während die Andern, falls sie den Fortschritt nach thalm. Principien rechtfertigen wollen, sich gerade auf diese Thatsachen berufen. Natürlich kann dieser Streit nur durch wahrhaft, geschichtliche Betrachtung, wonach eben der ganze Thalmud blos als eine geschichtliche Erscheinung begreiflich geinacht wird, ausgeglichen werden. — Sehen wir jedoch hievon ab und nehmen einmal diesen Grundsatz an, so gewinnen die obigen Fragen, inwiefern der Thalmud seine Aibelerkläruugen ernstlich gemeint, und inwiefern er sie als traditionell ansgegeben habe, entschieden an Bedeutung, der ganze Scheidungsversnch aber hat dann unmittelbar ins Leben (intretende Folgen. Es ist demnach ein derartiger Scheidungsversnch, wie ihn der Hr. Vers, hier bietet, gewiß nickt verwerflich, da ein jeder gesunde Sinn auf die Beibehaltung dessen, was selbst nach der strengsten Ansicht keine biblische Begründung hat, nicht so hartnäckig bestehen wird, wenn dringende, wahrhaft religiöse Bedürfnisse der Zeit seine Entfernung heischen; aber auch die Schwierigkeit desselben leuchtet ein. Erschwert hat sich aber der Nf. seine Aufgabe und den praetischen Einfluß seiner Arbeit dadurch bedeutend vermindert, daß er düsse Scheidung nun auch den Anhängern aller verschiedenen religiösen Ansichten im Indenthume zur Nachachtnng empfehlen möchte. Dieser Wunsch spricht sich schon hierin aus, daß er alles dasjenige, welches nach thalm. Annahme biblische Begründung har, also von jenem Standpuncte aus unantastbar ist, gleichfalls angiebt, welcker positive Theil füglich ohne die Absicht, zur Beobachtung desselben aufznfordern, hätte

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