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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 113

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1839-01-01
Page
Seite 113 (sequence 26)
Language
German
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183 Steirchekms Offenbarung. begangen haben, den Knaben und den Mann auf gleiche Weise zu erziehen? Die schon oben angeführte Ansicht des Thalmuds, daß einzelne Lehren und Gebote schon den früheren Menschen lange vor Mose offenbart worden seien, scheint für eine solche fortschreitende Steigerung der Offenbaruugslehre von Seiten des Offenbarers zu spie, chen, wenigstens kann nicht behauptet werden, daß es gegen den formellen Begriff der Offenbarung sei, einen Fortschritt von außen, d. h. vom Offenbarer selbst, znzulassen, vielmehr umgekehrt scheint dieser Fortschritt in einer Offenbarung als einer Erziehung des Menschengeschlechts schon iuvolvirt zu sein. Noch manches Andere könnten nur zur Begründung unserer Ansicht anführen; allein theilS wurde uns dieses hier zu weit führen, theils bot sich uns schon anderswo die Gelegenheit dar, dieses auf eine Weise zn versuchen. Nur das Eine wollen wir noch bemerken, daß wir das Ver. werfen der Perfectibilität des Judenthums (S> 21, 22), welche der Vf., wie uns dünkt, mißverstanden, durchaus nicht billigen können. Wenn die Offenbarung, woran wir nicht zweifeln, nach den Stadien der Lebensalter der Menschheit unterschieden werden muß, so kann es keineswegs dem Geiste derselben entsprechend sein, wenn der Mann noch immer init dem starren Gebisse deS Knaben einherschreitet, wenn er immer noch die Hülle, in welcher dem Knaben die Wahrheit nur noch geboten werden konnte, von dein Geiste nicht unterscheidet, dessen der Mann gewürdigt wurde. Und das eben rst das herrliche Streben, das in unserer Zeit so nrrzweidentig und so kräftig im jüdischen Leben sich kund giebt, das Streben nämlich, die harte Schaale nach und nach zn zerschlagen und des lebendigen saftreichen Kernes sich zu bemächtigen, den Geist ohne die Hülle zu erschauen und allgemein zu verbreiten, die Macht des todten Buchstabens zu vernichten, und das Leben im Geiste der Offenbarung ans den Thron zn erpeben. Diesem Streben steht das 2"denthum nicht Tut'.?.ei:schr.!V. Bb. 8

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