Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 21)
- Language
- German
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108 Necenswneri. wegen auch einen bestimmten Anfangspunkt; die Nichtvffenbarnng dagegen ist ein unbewußtes Erzeugniß der Menschenseele, der Menschensehnsucht, des Menschenverstandes, und hat, wie die ganze Region des menschliche» ErkenncnS, »keine n b e st i m m l> a r e n 2l n fa n g s p u n c t.« Dies ist unserm Vf. das formelle Kriterium der Offenbarung in Bezug auf ihren Ursprung, oder vielmehr« wie er sich anderwärts, den doppelten Character des Ursprungs von außen und des bestimmten Anfangspunktes zusammenfassend, besser ausdrückt. Ln Bezug auf ihre Entstehung. Wesentlicher jedoch sei ein zweiter Unterschied zwischen der Offenbarung und der Nichtoffenbarung in Bezug auf ihre Verbreitung, d. h. wohl, ihr Fortschrciten, ihre Entwickelung, der zweite Theil der formellen Forderung. Die Nichtoffenbarung nämlich entwickelt sich innerhalb deS Kreises von Menschen, in denen sie sich findet; die Offenbarung dagegen schließt „jede Entwickelung von innen heraus, jedes eigentliche WachSthum, das ihr selbst in ihrem zeitgemäßen Derweilen im menschlichen Gemüthe zukäme, völlig auü; sie kann keine allmälig fortschreitende Entwickelung und Vervollkommnung von sich gelten lassen, ohne aus ihrem Character zu fallen;" und dieses nicht bloS durch Menschen, sondern ihr, der Offenbarung, kann überhaupt gar kein« Steigerung, gar kein Fortschritt, nicht nur von unü und durch uns, sondern auch durch die Gottheit selbst zukommen: sie muß „uranfänglich eine vollendete" sein (S. 21 u. ff.). Diese Unterschiede zwischen der Offenbarung und Nichtoffenbarung werden S. 27 nach der dem Vf. eigenthümlichen Art, in folgender Weise grell hervorgehoben: die geoffenbarte Religion, weil sie einen si.rirbaren Anfangspunkt hat, müßte eine Historie, d. i. eine fortschreitend« Ausbildung und Entwickelung zeigen; hat sie aber nicht, weil diese ihren Character als Offenbarung zerstören würde. Die nicht-geoffenbarte Religion, dieser gegenüber, weil sie ohne einen bestimmbaren