Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 101 (sequence 14)
- Language
- German
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Steinheims Offenbarung. 10! zu erheben, oder vielmehr um die Vernunftlehre zur Religion zu erheben, zum innersten Eigenthume deS ganzen Menschen, seines Gefühles wie seines Denkens, seines Herzens wie seines Geistes, und in der Thal, es bedarf gar keiner 'Rachweisung, um den Unterschied zwischen jedem kategorischen Imperativ, den der Philosoph sich bildet, und dem religiösen Gebote, das der Gläubige auözuüben für Pflicht hält, cinzusehen; um den Unterschied zu bemerken zwischen dem Eindrücke, den die Lehre der Vernunft auf den Menschen macht, und den Gesinnungen der .Heiligkeit, welche di>' Religion hervorzurufen im Stande ist. LeibnitzenS Worte, die unser Vers, selbst anführt (S. 203), in Bezug auf die Ofsenbarungölehre: ib.es sn^es sie« autres iiativus e» out zmut-ötro siit nutrmt <j»elgu« tois; mais ils »out poiut eu!e l-ouliour sie faire suivre assen et sie faire passer!es sio»me8 en loi, obgleich sie noch bei weitem das nicht sagen, was uns die Wichtigkeit der Offenbarung zu bezeichnen scheint, indem ein bloßes Gesetz (I<>!) noch keineswegs den Werth und den Einfluß eines Religionögebotes haben kann, würden schon genügen, und selbst in dem Falle, daß die Offenbarung schon damals DekannreS mitgetheilt hätte, ihre Bedeutsamkeit klar machen und sie wenigstens nicht als «in „neckisches Kinderspiel" erscheinen lassen. Gestehen wir jedoch auch dem Vers, zu, daß die Offenbarung etwas offen. Lar machen müsse, das bis dahin dem Menschen durch seine Vernunft noch ein Geheimnis; geblieben war, so kann doch das keineswegs zu ihrem nvthwendigen Begriff gehören, daß der Inhalt der Offenbarung auch ein dem Menschen in aller Zukunft, in Jahrhunderten, Jahrtausenden, nicht aufzukläre» der Gegenstand sein müsse. DaS wahrlich kann doch kein neckisches Spiel von Kindern sein, wenn ich jemanden etwas entdecke, daS er ohne mich vielleicht auch in zehn, zwanzig Jahren hätte erfahren können! Gott, sagt Vechai.* 4. >,Lon de» Herzenkpflichtcn" l,ib. IV. c 4.