Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 10)
- Language
- German
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Stelnhelms Offenbarung. V7 Diesen Unterschied zwischen dem Factum der Offenbarung und dessen Inhalt hat wohl keiner treffender dargestellt, als der.treffliche Alb o in seinem Buche: „von den Grundlehren" (Jkkarim),- da wo er von der Bedeutung der Wunder spricht. „Die Wahrheit einer Sache," sagt 2llbo, „wird wesentlich auf zweifache Weise erkannt. Zuerst durch ihre Ursachen, sodann durch ihre wesentlichen Wirkungen. Unwesentlich heißt dagegen die Erkenntniß einer Sache, wenn sie sich durch zufällige Nebenumftände kund giebt, weder auS ihren Ursachen, noch aus ihren wesentlichen Wirkungen. Ein Gteichniß liefert das Beispiel von zwei Pharmazeuten, die vor die Aerzte kommen, um das große Theriak zu derer', teu. Der eine beweiset die Güte seines Theriaks damit, daß er den Atzten alle einzelnen Ingredienzien desselben zeigt, deren.Veilkraft einzeln nachweiset, so daß alle erkennen, diese Composition müsse nothwendkg die vorgegebenen Wirkungen haben: dies ist der erste wahrhafte Beweis. Ferner, wenn er den Beweis für die Heilkraft seines Theriaks anS der Erfahrung nimmt, indem er damit vor den Slerzlen Krankheiten heilt: auch dieses ist ein wahrhafter Beweis, obgleich er nicht so überzeugend ist, als der erste, wo die Güte des Theriaks nicht aus den Wirkungen (die immer noch andere Ursachen und jedenfalls nur die Kraft einer Jndnction haben können), sondern auS den Ursachen nachgewiesen wurde. Der andere Phannaceut will die Güte seines Theriaks dadurch beweisen, daß er im Stande sei, durch das Feuer zu geben, ohne sich zu verbrennen, oder über das Wasser, ohne unterzngehen; aber mag er dieses auch, vor Beck und Fürsten thnn, er wird damit die Güte seines Theriaks nicht beweisen; denn es könnte wohl sein, daß er jenes im Stande wäre, ohne deswegen auch ein alle .Krankheiten heilendes Theriak zu bereiten." So weit 2l l b o. Man könnte nun 2.!,.!. 1, ,8. Iüd. Zeitschr. lV. Bd. 7