Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 95

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1839-01-01
Page
Seite 95 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2929020-2929036-2929038-2931399--2153-2931523
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

SteknhelmS Offenbarung. V5 aber doch auf die Weise unschädlich sein können, daß der Eimvurf, den man daraus gegen die Offenbarung bilden wollte, durch die Vergleichung mit der Physik widerlegt worden wäre. In der That Haben auch alle jene ausgezeichneten Männer in der Synagoge, welche die Offenbarung zum Vorwurf ihrer Untersuchungen gemacht haben, bei ihrem Bemühen die Aechtheit derselben nachzuweisen, sich vorzüglich auf das Historische der Offenbarungslehre berufen, und durch Hervorhebung ihrer innern und äußern Glaubwürdigkeit sie, wie jedes historische Factum, der Annahme zu empfehlen gesucht. So hat namentlich der berühmte R. Jehuda b. Samuel Hallevi, der sein ausgezeichnetes Werk Cosri diesem großen Probleme geweiht hat, seinen Beweis für die Wahrheit der Offenbarung vorzüglich auf die Geschichte gegründet, auf Thatsachen, die sowohl durch die Tüchtigkeit als die bewährte Aufrichtigkeit der Zeugen unbezweifelt seien, und die uns zum Glauben (mai-tg in der wahren Bedeutung als Vertrauen, Zuversicht) nothigen. Dieser Glaube kann nach N. Jehuda durch Resultate deS menschlichen-Wissens nicht erschüttert werden, da er auf einem höher« Principe beruhe, als die in unabweisliche Widersprüche sich verwickelnde Spekulation, auf einer Geschichte, die sie als unmittelbare göttliche Mittheilung unwiderleglich stempele. Nicht erschüttert werden können die Wahrheiten durch den Widerspruch mit dem menschlichen Wissen, aber sie zu beweisen aus diesem Widerspruche — das fiel auch dem mystisch-gläubigen Jehuda nicht ein. Einen zweiten Fehler scheint uns der Df. damit gemacht zu haben, daß er daö Factum der Offenbarung offenbar mit deren Inhalt verwechselt. Das Schwanken in der festen Degräuzung der Begriffe, die kullacin ti^ui»« siictioni» sv» ambl^uilatm tritt also auch hier wieder hervor. Die Vergleichung mit den Thatsachen der Physik kann höchstens das Factum der Offenbarung annehmbar, möglich (auch nicht

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.