Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 94

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1839-01-01
Page
Seite 94 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2929020-2929036-2929038-2931399--2152-2931522
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

V4 Necensionen. unbegreiflich, zu dessen Anerkennung wir gezwungen werden, durch die Macht des unläugbaren Daseins, ohne daß unsere Vernunft im geringsten ihre Zustimmung geben könnte: denn sie begreift es eben durchaus nicht); sind deswegen auch alle Unbegreiflichkeiten (und hier gerade umgekehrt solche, di« meine Vernunft, nach dem Zugeständniß unserö Vfs., anerkennen muß) auch wirklich eristirend? — Es waren eben Einige so kühn zu zweifeln: »ob überhaupt irgend eine Knude von den göttlichen Dingen Offenbarung, d. h. eine von außen her faktisch geschehene Mittheilnng, sei, ob der gewaltige Mose, oder die guten Kinder Israels — der ^usineu» — je eine Offenbarung GotteS gehabt haben? Za, wenn dieses Eine nur einmal ausgemacht wäre, so könnte an der Offenbarung längst kein Zweifel mehr sein, trotz allen Einwendungen der Vernunft, trotz al'er Unbegreiflichkeit, die sie für den Verstand hätte. Was immer wirklich ist, daö ist auch möglich; so weit ist wohl jeder in der Physik gekommen. Aber gerade daS: ob die Offenbarung wirklich war, ob sie ein wirklich geschehenes Factum sei: die lUwllns, liic «alt»! Daö zu beweisen, genüget nicht, daß irgend eine für Offenbarung ausgegebene Religion mit der Physik in dem Character der Unbegreiflichkeit übereinstimme. DieS würde höchstens für ihre Möglichkeit — die aber ohnedies nicht ernstlich angegriffen wird —, nichts aber für ihre Wirklichkeit sprechen. Wo ist aber dann daö Problem gelöst: «giebt es eine geoffenbarte Religion, oder nicht?" wo ist jener Eindruck, den der ungeheuere Nachdruck, welchen Hr. 1). Steinheim auf sein mächtiges: Gezwungen ist! (S. 166) legt, für die Offenbarung auf uns machen soll? ES hätte doch wenigstens vorerst nach, gewiesen werden müssen, daß die Offenbarung wirklich geschehen ist, es hätte doch wenigstens der historische Factor hervorgehvben werden müssen» dann hätte die Unbegreiflichkeit derselben, zwar immer noch nicht die Wahrheit beweisen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.