Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 7)
- Language
- German
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V4 Necensionen. unbegreiflich, zu dessen Anerkennung wir gezwungen werden, durch die Macht des unläugbaren Daseins, ohne daß unsere Vernunft im geringsten ihre Zustimmung geben könnte: denn sie begreift es eben durchaus nicht); sind deswegen auch alle Unbegreiflichkeiten (und hier gerade umgekehrt solche, di« meine Vernunft, nach dem Zugeständniß unserö Vfs., anerkennen muß) auch wirklich eristirend? — Es waren eben Einige so kühn zu zweifeln: »ob überhaupt irgend eine Knude von den göttlichen Dingen Offenbarung, d. h. eine von außen her faktisch geschehene Mittheilnng, sei, ob der gewaltige Mose, oder die guten Kinder Israels — der ^usineu» — je eine Offenbarung GotteS gehabt haben? Za, wenn dieses Eine nur einmal ausgemacht wäre, so könnte an der Offenbarung längst kein Zweifel mehr sein, trotz allen Einwendungen der Vernunft, trotz al'er Unbegreiflichkeit, die sie für den Verstand hätte. Was immer wirklich ist, daö ist auch möglich; so weit ist wohl jeder in der Physik gekommen. Aber gerade daS: ob die Offenbarung wirklich war, ob sie ein wirklich geschehenes Factum sei: die lUwllns, liic «alt»! Daö zu beweisen, genüget nicht, daß irgend eine für Offenbarung ausgegebene Religion mit der Physik in dem Character der Unbegreiflichkeit übereinstimme. DieS würde höchstens für ihre Möglichkeit — die aber ohnedies nicht ernstlich angegriffen wird —, nichts aber für ihre Wirklichkeit sprechen. Wo ist aber dann daö Problem gelöst: «giebt es eine geoffenbarte Religion, oder nicht?" wo ist jener Eindruck, den der ungeheuere Nachdruck, welchen Hr. 1). Steinheim auf sein mächtiges: Gezwungen ist! (S. 166) legt, für die Offenbarung auf uns machen soll? ES hätte doch wenigstens vorerst nach, gewiesen werden müssen, daß die Offenbarung wirklich geschehen ist, es hätte doch wenigstens der historische Factor hervorgehvben werden müssen» dann hätte die Unbegreiflichkeit derselben, zwar immer noch nicht die Wahrheit beweisen.