Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Noch ein Wort über die jüdischen Trauergebräuche
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 9)
- Language
- German
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47 über die jüdischen Trauergebräuche. Sitte den übrigen Nationen entgegenstettt. Auch die Griechen und Römer schnitten das Haar in der Trauet ab, wozu uns ihre Schriftsteller viele Belege liefern. Don den Persern berichtet es unü CurtiuS. Die Absicht, in der Trauer den Leib zu entstellen, was auch durch Zerschneiden und Zerreißen des Fleisches geschah, war bei allen diesen Nationen dieselbe, weshalb die, welche gewöhnt waren, das Haar lang zu tragen, in UnglückStagen eS abschnitten, und gegentheils die, welche sonst ihr Haar abschnitten, in der Trauer es wachsen ließen. Diese Bemerkung machte schon Herodot über die Achiver und Spartaner/" Ohne Zweifel haben auch die Bewohner CanaanS zur Trauer sich die Haare abgenommcn, welcher Sitte entgegen MvseS es den Israeliten untersagte. Den Priestern wurden diese Sitten in schärferem und ausgedehnterem Maße verboten, nicht deshalb vorzüglich, weil von ihnen eher eine Befolgung solcher Gesetze erwartet werden konnte, was uns gar nicht in dem Geiste der mos. Gesetzgebung zu liegen scheint, sondern weil diese Gebräuche des Abscheerenö n. s. w. besonders von den heidnischen Priestern geübt wurden.Möge man daher x-,2" wachsen lassen oder abschneiden übersetzen, immerhin war es ein Verbot für die israelitischen Priester, nicht den BaalSpricstern nachzuahmen. Fast eben so allgemein war der Gebrauch, bei Tranerereignissen sich die Kleider zu zerreißen, der im Judenthume 20. IN-i-i IN, 27. 2», 46. INS. I4l. »46. 4», 98. 24, 46. Virx. XIl. 6N->. Ovi<I. IN, Hl, 6». ttcrviL Xl, »16. 21. I.ib. X, c->,>. 5. 22. I.ib. I. c. 82. Ls. Hif.cliinanni <!e tun. s>om. p. »89. 23. LoaucI, c. VI. v.3o. 8,,e»c. 6c Icxib. Ilcbc. Iil>. ll. e. 38, s. 2. 65. Ile»oll. II, 36. 24. 5NO lo6lassen kann sowoht wild herabhä'ngen, nicht gebunden (erio!- duti als abschneidcn heißen. Welche Übersetzung in dem frag, lichen Falte vorzuziehen sei, wollen wir hier nicht entscheiden.