Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Noch ein Wort über die jüdischen Trauergebräuche
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 8)
- Language
- German
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Ä6 VI. Noch ein Wort welche er als eigeuthümliche Ceremvnien seiner Religion hoch« achtet, nichts als beibehaltene Sitten einer vergangenen Zeit find, in welcher auch andere Volker an denselben hielten. Für unsere Untersuchung verdienen die Gebräuche des Haarwuchses, des Kleiderzerreißenö und des SchuheausziehenS unsere Aufmerksamkeit, da andere Gebräuche, wie z. B." Asche aus daü Haupt legen, obwohl sie auch den andern Völkern mit den Israeliten gemeinschaftliche Sitten waren, fich doch bei den Israeliten nicht erhalten haben. WaS nun die Haare betrifft, so lernen wir zwei entgegengesetzte Sitten kennen, nämlich sich des Tobten wegen entweder ») — was gebräuchlicher war — die Haare abzuschneide», oder b) sie wild heranwachsen zu lassen. Letzterer Gebrauch scheint in Aegypten der vorherrschende gewesen zu sein, wenn wir HerodotS Zeugnissen Glauben schenken, die uns auch 1. M. äl, 1/i bestätigt, " wenn schon diese Steile an sich nicht als Beweis ausreicht. Jedoch scheint auch di« Sitte, das Haar zum Zeichen der Trauer abzuschneiden , den Aegyptiern nicht ganz fremd gewesen zu sein, La sie sich nach Divdor hmn Tode eines Hundes die Haar« abzuscheeren pflegten. Das Abscheeren der Haare in tlnglücksfüllen war bei den meisten Völkern gebräuchlich, wie dies aus Hervdot " hervvrgeht, der die Aegyptier in dieser 15. Ilias 18, 23. 24. Odyff. 24, 316 Und 317. Birg. Aeneid. 10, 844. 12, 611. Diod. Sic. I. 72. 91. Auf den kothigcn Boden warf sich PrianiuS nach Hcktors Lose hin und hcr, JüaS 24, 649. Klageweiber finden wir cdcnfalls bei den meisten alten Völkern, die bei den Römern unter dem Namen kraostrae bekannt waren. 16. I,. IIe. 36: AZ virv rovg Aavaroi'g ae-erial rag r(ii^ag är/^ecr'itat, rag re cv rH xx<po:XH xal r<5 rrwg 17. S. Rosenmüll. Gchol. zu d. St. 18. I)!o<I. 8>o. l, 81. 6s. llerost. 4, 71. 19. l,. I. roecre äXXcicerc üxK^cöirvterc vö/iag, azia x^iücc xsxap- .Aac rag xkPcrXag rovg paXtor« Ixuesrai.