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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 45

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Noch ein Wort über die jüdischen Trauergebräuche
Date
1839-01-01
Page
Seite 45 (sequence 7)
Language
German
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über die jüdischen Trauergebräuche. 48 Aninuth nämlich haben alle die Tranergebräuche nicht Statt, es gibt da für unsere Zeit keine Anwendung auf irgend eine Handlung.'- Ueberhaupt besteht Aninuth nur in dem inner» Grame des Herzens, ohne daß dieser sich in irgend einer äußern Handlung darzustellcn hat. " Wir erkennen also aus der bisherigen Darstellung, daß keine vvrgeschrieben« Trauer, in keinerForm und Zeit, auf biblischen Principien beruhe, sondern alle Trauergescye, wie wir sie haben, von den Nabbinen gegeben, somit als menschliche Anordnungen von uns zu betrachten und zu behandeln seien. II. In der That finden wir diese Trauergebräuche mit wenigen Modifikationen bei allen Nationen der alten Zeit, deren wildkräfciger Natur Aeußerungeu dieser Art angemessen sind, und unü, wie wenig wir im Allgemeinen unter den Mensel,en heftige Evolutionen roher Stärke loben mögen, begegnet in diesen Erscheinungen nichts auffallend Zurückschreckend.', so lange Natur und Handlung, Inneres und AeußereS sich entsprechen. " Hat sich jedoch der Charakter gemildert» und ist der rohe Heroismus einer aufklärenden Bildung gewichen, ohne daß mit ihm alle seine Sitte» gewichen sind, welche vielmehr — da ihre primitive Entstehung nicht bekannt ist — für heilige Ceremonien gehalten werden: so werden diese Gebräuche, in denen sonst daö gepreßte Herz Erleichterung fand» zur drückenden Bürde dem gebeugten Mensche», welcher ängstlich sie festhält, und dem, der sie in ihrer Nichtigkeit erkennt, stehen sie da als traurige Zerrbilder, von denen daü Auge sich gerne wegwenden möchte. Darum wollen wir den Israeliten überweisen, daß die Trauergebräuche, 12. R. Jona I. c. 13. 222 Mordechai zu Mord Katon. 14. Wachsweich in der Hellen. Altcrthumskunde 2te Abheilung G. 79 sagt: „Die Auöbreichc der Trauer waren in der heroischen Zeit, der rohen Kraft der Natur entsprechend, sehr heftig."

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