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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 30

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Die Nothwendigkeit religiöser Volks- und Jugendschriften
Date
1839-01-01
Page
Seite 30 (sequence 5)
Language
German
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3V IV. Die Notwendigkeit religiöser Mannheimern. A.), die allerdings ein höheres Selbstbewußt« sein, ein Streben nach moralischer Selbstständigkeit bei den Angehörigen der Synagoge erzeugen könnten und sollten, haben noch immer ein verhältnißmäßig sehr geringes Publiemn, und die Jugend — ans die wir doch mit allen unseren Hoffnungen stets angewiesen werden — ist noch gar nicht bedacht worden, und trockene Lehrbücher und skizzirte biblische Geschichten sind alles, was man bisher ihr geboten hat. Von guten Volks- und Jngendschriften hingegen, die, höhere Zwecke stets im Auge behaltend, lebensvoll Scenen aus dem Leben (der Vor« oder Mitwelt) schildern und in dem Maße, als sie belehren, durch anziehende Unterhaltung fesseln, glauben wir uns in jeder Beziehung den besten Erfolg versprechen zu dürfen. Denn daß Werke der Art, wenn sie sich nur nicht unbescheiden in religiöse Streitigkeiten mischen, und überall daS Streben hervorleuchten lassen, zu erbauen und zu einigen, und nicht einzureißen und zu trennen, ganz geeignet waren, die Erstarrten zu wecken, aus ihrem Gewohnheitsschlummer zu rütteln und ihnen über ihre wahren Bedürfnisse und Interessen die Augen zu öffnen, und gewiß bei den Kindern derselben von den wohlthätigsten Wirkungen sein müßten, scheint uns noch sicherer und unleugbarer. — Welch «in weites, weites Feld giebt es da nicht blvS für einen, sondern für viele tüchtige Arbeiter! Welch ein Neichthum, welch ein« Auswahl an zu schildernden Gegen« ständen, welch eine Fülle der originellsten Scenen für den geschickten Künstler. Auf der einen Seite die Folgen der Verspätung, des Zurückbleibens hinter der Cultur der Zeit, verschuldet oder unverschuldet, auö Trägheit und Bequemlichkeit, aus Nathlosigkeit, aus Mangel an Anleitung und Ermunterung, auö religiösem Aberglauben u. s. w.; auf der andern Seite daö Ringen und Kämpfen mit sich immer erneuernden Hindernissen und Schwierigkeiten, bald mit Entäußerung der frühen, Eigenthümlichkeit, bald mit starrer

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