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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 15

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Das Wesen des Judenthums nach seinen allgemeinen Grundzügen
Date
1839-01-01
Page
Seite 15 (sequence 4)
Language
German
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nach seinen allgemeinsten Gruvbzügen. LZ eine feste Gestalt bannen, ist aber eben darum, gleich dem Schicksale des Verstandes, der Zeitlichkeit anheimgestellt. §. 6. Die Neligionsschriften des JudenthumS enthalten darum nur in ihrem ermahnenden und geschichtlichen, oder wenn wir das Wort so weit auödehnen dürfen (1 M. 20, 7. Ps. 1.05,15.), prophetischen Theile, ewige offenbarte Wahrheit; im Gesetze dagegen sind Formeln, welche entweder der Zeit schon verfallen sind, oder ihr doch verfallen können. §. 7. Dom Gesichtspunkte der Menschengeschichte auS läßt eS sich als nvthwendig annehmen, daß innerhalb ihrer einmal ein zeitlicher Anfang für solche Mittheilungen aus dem Gebiete des Gemüthölebens Statt fand, und zwar von einem oder mehren Männern aus, deren Gemürh unverdorben die Stimme der Wahrheit laut verkündete, einem Volke oder einer Zeit gegenüber, in welchem oder in welcher das Gemnth eine schiefe und verkehrte Richtung genommen hatte. §. 8. Ein solcher Anfang ist als der erste Versuch einer Aenßcrung in Neligivnssachen sehr bedeutend. In dem Ausgesprochenen aber wird sich sogleich das Gemüthliche mit dem Gesetzlichen vermischen. Es fehlt nämlich sowohl der Sprache an der Abstraktion zur gehörigen Scheidung» als dem unwissenden Volke an der Kraft, dasjenige anfzunehmen, waS nicht in einer gebundenen, klaren Form sich bietet. tz. 9. Für das Judenthum ist der historische Anfang Moses. Wie viel oder wie wenig er von andern Völkern, besonders von den Egyptern ausgenommen habe, ist für die Religion selbst gleichgültig; genug, daß in seinem erleuchteten Geiste Alles eine eigenthümliche Gestalt gewinnt. Das Leben der Patriarchen, so reich und so belehrendes ist, kann doch den

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