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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 11

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Der Formglaube in seinem Unwerthe und in seinen Folgen
Date
1839-01-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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vnb kn seinen Folgen. LL sind, und wie die Verkennung derselben in der spätem Geschichte des Judenthumü leider dessen tiefsten Verfall her» beigefuhrt hat. Unser Zweck war hauptsächlich, die Begriffsverwirrung nachznweisen, in welcher sich jene Theorie des Hundegehorsamö befindet, die sich nicht entblödet, den Menschen zu verdammen, wenn er, im Bewußtsein seiner sittlichen Freiheit, nicht glauben mag, Gott habe ihm Dings geboten, deren Zweckmäßigkeit er nicht einsieht, gerade um ihn in wedelndem Gehorsam zu erziehen, und die so unverständig ist, einen solchen Gehorsam uns als einen »freien" anzuprcisen. — Ist eö uns gelungen, jenem romantischen, schwache Gemüther ansprechenden Helldunkel das Licht der Klarheit entgegenzuhaltcn, so wird ein jeder einsichtige und der prophetischen Schriften nicht unkundige Leser sich sehr bald der unzähligen Stellen erinnern, in welchen der wahrhaft freie Gehorsam gegen die göttlichen Anordnungen um unserer sittlichen Veredlung willen, vermittelt durch unsere Erkenntniß der in ihnen ruhenden beseligenden Kraft, verlangt wird, in welchen die Propheten ebenso wie gegen thörichten Götzendienst, der das Wohlwollen höherer Wesen sich durch äußern Dienst erwerben wollte, mit demselben Feuereifer gegen Cereinonien zu Felde zogen, welche verknöchert waren und ihrem Zwecke nicht mehr entsprachen, wie gegen Opfer, Fasten und dgl., immer nur das reine sittliche Moment hervorhebend, in ihm den liefern Grund des Jndenthums erkennend, der mit der Erkenntnis; der Heiligkeit Gottes steht und fällt. Als aber die freie sittliche Kraft sich znrückzog, da wurden die Mittel in den Vordergrund gestellt, die Ceremonien wurden Gesetze, und sie wurden immer weiter ausgedehnt; ihr inneres Geistesleben war erstorben, und der zersetzende Verstand konnte sich nicht genug thu», das todte Skelett zu zertheilen und jedes abgclööte Glied zn einem neuen selbst, ständigen Organismus zn machen. Da mußte sich dann nothwcndlg der verderblichste Aberglaube ansbilden, wie

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