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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 5

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Der Formglaube in seinem Unwerthe und in seinen Folgen
Date
1839-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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und in seinen Folgen. s die Eltern nicht zu betrüben, Nachgiebigkeit gegen ihre Schwäche, ist der Grund dieses Gehorsams und Veranlassung zur That. — Anderer Art ist der Gehorsam gegen die Gesetze des Staates. Bezwecken diese das Gesammtwohl und er» scheinen sie unS als vernunftgemäß, so bedarf eü des reinen Ge'wrsamS gegen den Staat nicht, da wir selbst schon diese Anforderung an uns stellen. Nur wenn der Staat eine Befolgung von Anordnungen verlangt, die unS gleichgültig sche inen, und zu denen wir unS ohne das Gebot des Staates nicht verpflichtet fühlten, tritt ein solcher Gehorsam ein. Stiche desselben und vollkommen hinreichender Verpflichtung!?» gruud ist hier der Gedanke, daß das Ansehn des Staates zum Wohle aller Staatsbürger nochwendig ist, dieses Ansehu aber geschwächt würde, sobald seine Anordnungen keine Anerkennung finden, und so geht auch dieser Gehorsam hindurch durch die Idee des Wohlwollens gegen die Staatsbürger. Auch hier kann uns die Handlung au sich werthloS scheinen, ist von außen uns aufgegeben und erhält erst durch eine Vermittelung ihre Rechtfertigung. — So kann noch mancher Gehorsam, wenn auch nicht in so ausgedehntem Maße, Stakt finden; man kann sich in den sehr unvcr bändige» Willen eines Schwachen oder Unmündigen fügen, um ihn nicht;u betrüben, zur Erhaltung deö Friedens sich zu Handlungen verstehn, welche unS mindestens gleichgültig scheine» und dergleichen. Es kann nun, wie mir scheint, keine Rede sein von einen! Gehorsam (im engen Sinne deS Wortes) gegen weisere und erfahrenere Männer um. dieser ihrer Weisheit oder Erfahrung willen. ES gibt blos die eine Pflicht für uns, die Belehrungen Höherstehender zu suchen und unS zu ihnen mit allem möglichen Ernste zn erheben; aber ein blindes Glauben an ihre Anssprüche, ein „Schworen auf die Worte LeS Meisters« ist höchst tadelnSwerkh und erfuhr von jeher die entschiedenste Mißbilligung aller Vernünftigen. Im

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