Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Wiesbaden
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 464 (sequence 9)
- Language
- German
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464 Nachrichten. (vergl. Mnchath Schar), und E. E. scheint sogar zum Deuteron., seine frühere Ansicht aufgebend, dieser zu huldigen. Wir haben schon früher (a. O. S. 148) auf diese letztere Stelle, die etwas corrumpirt ist, aufmerksam gemacht, wollen sie aber nun in Übersetzung, mit Verbesserung der Fehler, wiedergeben. „Wisse — sagt E. E. —, daß die Meinung aller (?, unserer Alten ist, der erste Spruch sei (d. h. bis da die andere Eintheilung bis ziemlich ignorirt wird), wenn auch freilich da zu fragen bleibt, warum der Paraschenabtheiler denn nicht*) N-'N"' davon getrennt hat; auch ich habe **) bereits <im Exod.) die zehn Sprüche) auf ihre Ansicht gestützt, erklärt. Jedoch scheint mir nun das Richtige, daß nicht zu den zehn Geboten gehört, indem es vielmehr (die Anerkennung Gottes enthaltend) Grundlage aller Gebote ist, wie ich dies bereits <z. Exod.) erörtert (nur daß ihn dies dort nicht abgehalten, es dennoch als das erste der zehn Gebote zu betrachten). aber hat im Hebr. einß doppelte Bedeutung: Die eine ist das gewaltsame Wegnehmen des Andern gehörigen Eigcnthums (vielmehr: das Streben danach), wie es auch 2 M. 34,24 vorkörnmt, („es wird Niemand nach deinem Lande streben"), wo, nach einer andern Erklärung , das Land als schlecht geschildert würde, gewiß gegen die Absicht der Schrift; die zweite Bedeutung ist blos gelüsten im Herzen, ohne daß ein äußerer Erfolg daraus entsteht (vielmehr: ohne daß eine Absicht, seine Lust zu erfüllen, damit verbunden wäre). So bilden nun die Worte: du sollst nicht gelüsten nach dem Hause deines Nächsten (wie es im Exod. lautet) den neunten Spruch und das Folgende den zehnten, mögen nun hier die Gegenstände aus beiden Sprüchen zusammengenommen werden oder mag unter ^Haus" alles Besitzthum verstanden werden (das verschiedene Begehr soll nämlich das eigentlich Unterscheidende zwischen dm Leiden Geboten sein, nicht die verschiedenen Gegenstände, denen die Begierde oder Lust zugewandt wird). Zum Beweise dient, daß Moses in diesem Buche (Deut.), in welchem' er das Gesetz erklärt, statt setzt (wodurch eben auf die verschiedene Art der Lust hingewlesen werden soll)." Diese Ansicht E. E.'s ist, abgesehn davon, daß er die zwei verschiedenen Bedeutungen von nicht ganz richtig faßt, da die aus der Lust resultirende Lhat niemals darin liegen kann, sondern nur die Absicht, — in Bezug auf den Text des Exod. ohne alle innere Wahrheit, da der gleiche Ausdruck hier natürlich keine verschiedene Bedeutung zuläßt, wo es gerade auf diese Verschiedenheit ankommen würde, und auch in den damit *) Das Wörtchen ist hier eitizuschiebcn. **) St. l.