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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 462

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Wiesbaden
Date
1837-01-01
Page
Seite 462 (sequence 7)
Language
German
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462 Nachrichten. Allmacht und besonderer Mllde gegen, die Menschen, dennoch ein unheiliges Leben führen. ML dieser Erkenntniß von dem Charakteristischen der Psalmisten wird allerdings die Schwierigkeit der letzten Hälfte des 3. V. erledigt, wo gerade dieses Hervortreten der Größe Gottes als ein Mittel zur Beschwichtigung eines jeden sich gegen Gott Anstehenden betrachtet wird, wie dies auch Umbreit saßt. Daß nun noch zu diesem Behufe der Sänger eine besondere Documentirung Gottes erfleht, welche in der letzten Hälfte des ersten V. liegt — eine Ansicht, die auch Herr Arnheim mit einer eigenen scharfsinnigen Wendung, nach Herrn S., annimmt — möchte doch mehr der sprachlichen -Rücksicht wegen angenommen werden, als es dem natürlichen Zusammenhänge zusagt. In dieser Vershalste freilich bleibt daher immer noch einige Schwierigkeit, und wenn wir unbedenklich UmbreiL und Arnheim in der Übersetzung des durch „an" beistimmen, und das Ganze mit U. nicht als Wunsch zu fassen geneigt sind, so bleibt noch jene sprachliche Härte. Die erste Hälfte des 3. V. hingegen faßt A. gewiss einfacher als U., wenn er in den „Kindern und Säuglingen" blos den schlichten Menschensinn versteht, nicht aber eine psychologische Bemerkung darin findet, daß schon das erste Lallen und der erste Schrei des Kindes, welche noch gar dem Sänger bei der Abfassung zu Ohren gekommen sein sollen, die göttliche Majestät bezeuge, und ebenso richtig verbindet er die zweite Vers- Hälfte auch nicht ft enge mit der ersten, daß gerade diese Verkündigung der Majestät Gottes dm Feind zurecht weisen werde, nur daß wir sie auch wieder nicht so ganz abgerissen auffaffen, um allein auf das bezogen zu werden, sondern als zwei coordinirte Sätze, welche beide den Erfolg des Hervortretens der göttlichen Majestät in der Natur angeben, nämlich die Anerkennung schlichten Menschensinnes und nothwendige Demüthigung des Hoffärthigm. — Die fernere Bemerkung, daß eine Nichterwähnung der Sonne bei der Schilderung des Firmamentes auf eine Abfassung zur Nachtzeit schließen lasse, bleibt allerdings sehr hypothetisch, da das Stillschweigen des Dichters bei einer so kurz gedrängten Darstellung, welche gerade das Prächtigste für den Anblick hervorhebt, was doch allerdings der Mond mit den Sternen ist, nicht aber die einsame Sonne mit ihrem den Blick verdrängenden Strahle und ihrer Gluth, gewiß nichts beweiset. — Die oftmalige Behandlung dieses Psalms in der neuesten Zeit wird diese verhältnißrnäßig etwas ausführlichere Besprechung rechtfertigen. Das 1. Heft des Jahrganges 1837 (als des zehnten) dieser Zeitschrift Liefert, nach einem einleitenden Vorworte des Herrn v. Ullmann an die Leser und Mitarbeiter, welches ganz den Charakter jener Besonnenheit und Klarheit an sich trägt, die man an dem Vers, gewohnt ist, und nach einem Auszuge aus Hamann's biblischen Betrachtungen in dem bekannten

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