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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 458

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Wiesbaden
Date
1837-01-01
Page
Seite 458 (sequence 3)
Language
German
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458 Nachrichten. oder zu übersetzen: Du bist (mir) Israel, d. h. giltst mir soviel wie das ganze Volk, und eine sprachwidrige Umschreibung finden wir kn keinem dieser beiden Erklärungsversuche; eben so wenig nimmt Kimchi einen Absprung der Rede an, vielmehr neigt er sich der ersten von E. E. angegebenen Erklärung zu, wie seine Worte: »bas Wort Israel kann im Allgemeinen (vom Volke) und im Einzelnen (von einem einzelnen Israeliten) gesagt werden," deutlich bezeugen. Der Vers, beruhigt sich jedoch bei diesen Erklärungen, die gleichfalls das Volk hier verwischen, noch nicht, und gibt auch hier wieder eine neue Erklärung, die nicht minder künstlich und unprobehaltig ist, indem er übersetzt: Israel ist das Volk, an welchem ich mich durch dich verherrlichen will). — In diesem Cap. zeigt sich ferner die Berufung des zum Lichte der Völker noch stärker, welche ihm noch außer und neben seiner Wirksamkeit auf Israel, als der geringfügiger» - ertheilt wird. Die Einwürfe hingegen, welche man gegen die Beziehungen auf den Prophetenstand aus allgemeinen Gründen vorgebracht hat, scheinen dem Vers, von keiner Bedeutung zu sein. Däß Gott sich durch den Prophetenstand insbesondere verherrlichen werde, sei allerdings des in Rede stehenden Propheten Ansicht; ebenso belege er wohl den mit Prädicaten, welche einem Propheten ziemen; habe auch keine Prophetenkaste existirt, so sei doch immerein solcher abgeschlossener Stand vorhanden gewesen, der, nach der Meinung des Propheten, wenn er auch geirrt habe, eine bedeutende Wirksamkeit bei der Wiederherstellung Israels üben sollte. — Ueber die Stelle Ies. 52, 12 bis 53 Ende bringt der Vers, gleichfalls eine neue Verniuthung, die wir nicht zu den glücklichen zählen können. Es soll dieselbe nämlich ein älterer Leidens- und Lrostpsalm sein, der auf einen einzelnen unschuldig leidenden Frommen oder Propheten gedichtet war, von unserm Propheten aber „zu seinem Zwecke überarbeitet, interpolirt und seiner Schrift einverleibt" worden sei. In der Sprache dieses Stückes glaubt der Vers, eine Stütze für diese Annahme eines höheren Alters zü finden, indem sie gedrungen und hart sei; den Gedanken eines in demselben ausgesprochenen stellvertretenden Bußleidens findet er irr Widerspruch mit Ies. 43, 25, wo die Verzeihung Gottes als ganz freiwillig zugesagt wird — wobei er freilich die Stelle 57, 1: „Der Gerechte geht zu Grunde, und Niemand nimmt's zu Herzen, und Leute der Milde werden eingethan ohne daß Jemand merkte, daß ob des Bösen eingethan werde der Gerechte," eine Stelle, die freilich andre, aber gezwungene, Erklärungen zuläßt, ignorirt — und auch den Zusammenhang mit dem Vorhergehenden und Nachfolgenden hält er für so lose, daß die Annahme einer Entlehnung hinlänglich gerechtfertigt werde, abgesehen von andern Stützen, welche wir hier nicht anführen, und auf welche auch der Vers, krr'n Gewicht legen wird» Wenn aber hier

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