Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Wiesbaden
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 457 (sequence 2)
- Language
- German
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457 Nachrichten» vom Volke überhaupt, dem bessern Lheile desselben und dem Prophetenstande gebildet wirb, zwar so, daß in der Person eines vollkommenen Propheten vorzüglich der Messiasbegriff concret wird." — Der Werft des Versuches prüfet nun die zwei ihm einzig der Beachtung würdig scheinenden Meinungen, diejenige nämlich, welche die Stellen alle vom Volke erklärt, unter welche er auch die andere als einen blosen Zweig fasset, welche sie auf „den bessern Kheil der Nation" beziehet, und diejenige, welche in dem 'n überall den Prophetenstand erblicket; Er bemerket nun zuerstdaß sich auf der einen Seite manche Stellen finden, , welche deutlich vom Volke, wie 41, 8. 9. 44, 1 (wohl auch 44, 21 und 45, 4), andrerseits ebenso wieder, andre Stellen, welche deutlich von dem Propheten, oder, wie der Vers, meint, von einem Collectivum der Propheten, reden, und zwar 44, 26 u. 50,10. Indem er bei diesen Stellen die verschiedenen Erklärungen als zugegeben betrachtet, bleiben ihm als diejenigen Stellen, für welche eine Entscheidung nLLHig ist, noch folgende: 42, 1. 42, 19. 49, 3> 5u. 6. 52, 13 m 53,11, was dann natürlich auf dm ganzen Zusammenhang der Stellen einwirktt Gegen die Erklärung vom Volke wendet er bei diesen Stellen vorzüglich ein, daß die in ihnen ausgesprochene Idee, der „Verehrer Gottes" sei der ausgesanbte Bote Gottes, nothwendig dann auf die Bestimmung Israelsandern Völkern als Lehrer und Verkündiger sich darzustellen, gedeutet werden müsse eine Bestimmung, welche sonst nie den Israeliten angewiesen sei. Einen großem Widerspruch findet er jedoch noch darin, daß 42, 6 dieser „Gottesverehrer" zum „Lichte der Nationen" gesetzt werden soll, in V. 19 jedoch derselbe plötzlich als selbst blind und taub bezeichnet wird. Dies ist nun freilich ein Einwürf, der eine jede Erklärung treffen wird, welchem aber der Vers, durch die Annahme entgehen zu können glaubt, daß, nachdem in V. 16 die Ungläubigen unter den Juden ängerebet worden / nun in V. 19 eine Entgegnung derselben berichtet werde — eine Erklärung, die an vollkommener Haltlosigkeit leidet. — Namentlich benützt der Verfasser zur Bestreitung der Veziehüng auf bas Volk den Ausdruck der nicht Bundesvolk bedeuten könne, sondern der Bund mit dem Volke, d. h. also, auf eine Person bezogen, der Vermittler eines solchen Bundes, welcher dann nicht das Volk sein könne. — Wenn ferner 49, 3 dem -HF im folgenden Gliede als parallel entgegengesetzt werde, so hätten bereits alle Ausleger die Unbequemlichkeit dieses Wortes gefühlt, und unter andern, meint der Vers., hätten auch die rabbinischm Erklärer hiefür eine Auskunft versücht- Ebn.Esra sich durch eine sprachwidrige Umschreibung, Kimchi durch einen ALsprung der Rebe von dem Propheten auf das Volk zu retten gesucht. Dies verhält sich jedoch nicht so. Ebn Efta läßt die Wahl zwischen zwei Erklärungsarten, entweder iw der Bed.- Israeli Le zu nehmen,- Süd. Aeitschr. 111. Bd. 30