Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 421 (sequence 9)
- Language
- German
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Vrück's rabbinische beremonialgebräuche. 421 Spielereien anzuknüpfen. Besonders fand man den Gedanken an eine Trauung des Mondes mit Israel passend, um so mehr da man sich an den alten Ausdruck unnn DiNjr, der Verwandtschaft mit dem Worte: Trauung, hat—welches aber nur für die alte Sitte, den Monat einzuweihen und die Berechnung zn bestimmen, gebraucht und später in den Ausdruck (rn">, nrdch) irnnn umgewandelt wurde —> wieder erinnerte. Daher sprechen auch die Später» immer von und im gewöhnlichen Leben heißt es gleichfalls „die Lewonv mekaddesch seyn," Nichtjuden aber glauben, die Juden beten den Mond an. Denn dieses Gebet wird noch dazu auf der Straße und in großer Gesellschaft gesprochen — worauf schon die Worte im Tract. Sopherim 19, 10: ^212 Tr'Q hindeuten, — was seine Lächerlichkeit vermehrt. Wir haben hier nur auf die ursprüngliche Form: WNNV lind zurückzugehen und allen Zusatz abzuwerfen. An der Wichtigkeit, welche dem Priestersegen — Cap. 12 —- zur Zeit nach der Zerstörung des Tempels beigelegt wurde, wo doch die sog. Priester gar keine Function mehr hatten, haben offenbar die mittelalterlich-christlichen Begriffe vom Priesterthume Schuld. Deßhalb sollte auch auf den Charakter und Stand des Priesters — der es übrigens nicht einmal durch eine Weihe, sondern durch Geburt war — gesehen werden (S. 59), und der Gebrauch, während dieses Segens zu knien, drang schon in einige Gegenden ein (S. 67). Zur Zeit des Tempels mußten die Priester im Tempel barfuß erscheinen, waS in damaliger Zeit Zeichen ehrfurchtsvoller Scheu war, und dieser Gebrauch wurde nun auf diesen Priestersegen in den Synagogen übertragen; aber dieser Grund war schon zu den Zeiten des Thalmuds nicht mehr ganz wahrscheinlich, und so wurde der sonderbare Grund hervorgesucht, es mochte einem Einzelnen au den Sandalen ein Riemen reißen, was ihn dann augenblicklich verhindern würde, zum Segen sich anzuschicken, und dies möchte ihn in Verdacht