Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 416 (sequence 4)
- Language
- German
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416 Necenswnen. begann, so blieb die Anzahl der Tage bloß 34, und die Freude, die Hälfte überstanden zu haben, machte den achzehnten Tag des Jjars (den dreiunddreißigsten der Zählung überhaupt) zu einem festlichen, was man bald confeguent dahin umbeutele, es sei das Sterben mit diesem Tage unterbrochen worden. Daß die Kabbalah noch neue Gründe aus der Hölle und dem Gerichte zog, versteht sich von selbst. Das Wachen in der ersten Nacht des Wochenfestes in Abschnitt 3 ist eine, aus der Kabbalah entstandene, Vorfeier deS Gcsetzempfanges; hingegen ist das Wassergebet am Neujahrstage Cap. 4, eine Volkserfindnng, begleitet von einer symbolischen Handlung, welche das Abschütteln der Sünden und das Versenken derselben in den Meeresgrund andeuten soll, wie aus den dabei gesprochenen Versen unzweifelhaft herovrgeht; die minder abergläubischen Rabbinen, welche den Gebrauch vorfauden, suchten natürlich andere Gründe dafür. Auch das Versöhnungsopfer am Vorabende des Versöhnungstages in Abschn. ü ist Volksgcbrauch. Der Verf, weist schön nach, wie man sich zuerst schnell wachsender Pflanzen bediente, welche man etwas früher pflanzte, um sie zur -VersöhnungSzeit dann auszureißen, welches als Sühne für den Menschen — anfangs für die Jugend gelten sollte, später wurden daraus thierische Opfer, und besonders wurden Hahn und Henne zu diesem Ersatztode auSersehen. Aeltere Rabbinen traten dem Gebrauche als einem abergläubischen entgegen, während spätere ihn sanetionirten Ihn soweit her abzuleiten, wie der Verf. thut, ist wohl nicht nöthig, da er in der Versöhnungsansicht der ganzen Zeit deutlich liegt. Ueber den Gegenstand des sechsten Capitels, das Wachen in der Nacht des Weidenfestes, müssen wir etwas ausführ- Aie Worte: Ahr fragt nun re, und Sie darauf folgende Antwort (S.atz) find nicht Worte Ascher's, sondern der von diesem angeführten lSeonim,