Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 404

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1837-01-01
Page
Seite 404 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2929020-2929031-2929035-2931147--1937-2931273
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

404 Necenstonen. gemacht worden; aber zur völligen Lösung hat nicht ein einziger geführt. Die Rabbinen wollten entweder in den Allerbarmenden , in den gerecht Richtenden erkennen, oder in philosophischer Fassung (Abrabanel), in jenem Gott nach seinem inner» Wesen, in diesem Gott nach seinen Aenßerungen, oder, mit kabbalistischer Wendung, in jenem Gott nach seinem übernatürlichen Walten und wunderbaren Eingreifen in die Schöpfung, in diesem Gott nach dem natürlichen Walten der innerhalb der Grenzen der Naturgesetze sich bewegenden Vorsehung. Die Kritik hingegen trat hauptsächlich mit der Vermnthnng auf, in der Genesis eine Zusammensetzung von namentlich zwei, oder auch mehren Urkunden zu finden, von denen die eine sich ausschließlich des einen, die andere des andern Namens bedient habe; für diese Vermuthung wußte sie noch mit vielem Scharfsinne Wiederholungen einer und derselben Geschichte neben einander mit einzelnen Abweichungen anzuführen. Während der dogmatischen Ansicht nachgewiesen werden konnte, daß die eine oder andere Benennung angewandt werde, wo nicht allein die bestimmte, nach ihren Angaben darin liegende besondere Bedeutung nicht beabsichtigt sein könne, sondern auch sogar geradezu die andere Bezeichnung erwartet werden sollte, traten der kritischen Behauptung sowohl an sich als nach der Beschaffenheit der vorliegenden Schriften mannichfache Schwierigkeiten in den Weg. An sich war die ziemlich unbesonnene und ganz ohne Geschick unternommene Zusammensetzung mehrer Urkunden, die in sich so widersprechend sind und ihren ganz eigenthümlichen Charakter behalten haben sollten, daß sie nach so langer Zeit wieder zerlegt werden könnten, wohl höchst auffallend; auf der andern Seite, fand sich denn doch auch zuweilen in Stücken, welche man der einen Urkunde zuschrieb, diejenige Benennung, der man bloß in der andern hätte begegnen dürfen; das Anskunftsmittel hiegegen, es rühre dies entweder von Abschreibefehlern oder von der Unachtsamkeit des

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.