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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 397

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Neuhebräische Poesie [Rezension]
Date
1837-01-01
Page
Seite 397 (sequence 22)
Language
German
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1. Neuhebräische Poesie. Dukes. 397 In keinem Werke vor ihm fanden wir Persiflage verbreitet; Mcharisi nahm sich ordentlich Zeit dazu und widmet ganze Capitel diesen Ergüssen seines überall unbefriedigten Gemüthes. Der Thalmud ist für ihn eine reiche Fundgrube, wo er zuweilen auf eine ergötzliche Weise anstreift.... Uebcigens war er selbst sehr religiös und ehrte den Thalmud sehr, auf die Befolgung der ceremoniellen Gesetze großen Werth legend ,,. Die Art, Bibelverse in Gedichte und Prosa aufzunehmen, war zwar schon vor ihm im Schwünge, er aber dehnte dies sehr weit aus... Sowohl die seltensten Combinationen von Bibelversen erlaubte er sich, als auch das Unterschieben anderer Bedeutungen; sogar den Eigennamen von Menschen und Städten, deren Wurzeln eine bekannte Bedeutung haben, knüpfte er die zweite Bedeutung an und erhob die Namen so zu Begriffen." Jedoch wir brechen hiev ab, und führen von den andern feinen Bemerkungen nur noch dieses allgemeine Urtheil über Charisi's dichterische Befähigung an (S. 55): „Viele seiner Bilder sind ans dem tiefsten Organismus der hebräischen Sprache entnommen und verrathen große Genialität und Sinu für anschauliche Darstellung. Mit Verstand begabte ihn die Natur reichlich, Witz spendete sie ihm in Menge, jedoch — obwohl sie ihm bis zu einem gewissen Grade Phan-' tasie verlieh vermißt man eine gewisse ideelle Sehnsucht.« Um etwas Näheres über den Inhalt dieses Schriftchens snzugeben, bemerken wir, daß, nach einer kurzen Einleitung, in welcher von den Vorgängern Gabirol's in der liturgischen Poesie die Rede ist wobei manche gelehrte und berichtigende Bemerkung zu beachten ist sich der Vers, sogleich (S. 9) zu Gabirol wendet und dessen Lcbensumstände und schriftstellerische Leistungen im Allgemeinen bespricht. Hier ist zunächst die Aufmerksamkeit gerichtet auf das einzige uns von ihm erhaltene Werk philosophisch-moralischen Inhalts, benannt: WLLN von welchem Proben gegeben werden; dann geht der Vers, über zur Charakteristik seines poetischen

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