Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Neuhebräische Poesie [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 393 (sequence 18)
- Language
- German
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393 1. Neuheb rätsche Poesie. Kohen. gegeben, sich diese Bekanntschaft zu erwerben. Den Schluß bildet von S. 356 au ein „kurzer Abriß der Geschichte der neuern hebräischen Literatur,« dem einige spärliche Anmerkungen zu den mitgetheilten Proben sich anfügen; Scholien ist Hr. D. M. bereit, hinzuznfügen, wenn es für nöthig befunden werden sollte. Für die freundliche Sorgfalt um diese verwaiste Litteratur und deren Einführung in das nichtjüdische Publikum verdient der Hr. Verf. unfern Dank. In Nr. 5 und 6 begegnen uns die neuesten Versuche in dieser Poesie aus der Gegenwart. Ueber erstere Schrift lassen wir Hrn. L. Dukes aus Preßburg sprechen, der uns bereits im Anfänge des Jahrs 1836 eine Recension derselben zugesandt» die jedoch, ihres verhältnißmäßig bedeutenden Umfanges wegen, hier blos im Auszuge ihre Stelle finden kann. Dukes urtheilt darüber so: „Glücklicher in der Wahl seines Helden als Bernhard Schlesinger bei seinen Hasmonäern, war der neueste Epiker, Salomo Ko he n aus Hamburg, der schon als Lyriker durch seine rühmlich bekannt ist. Der Held seines Gedichtes ist der königliche Sänger David, dessen Leben viel Romantisches hat. Zwanzig Gesänge umfassen das Leben des Helden. Wessely's Mosaide schwebte dem Dichter vor, obwohl er sie nicht erreicht hat. Sowie in jener beginnt jeder Gesang mit einigen gereimten Strophen, den Uebergang zu den reimlosen Versen, aus denen das Gedicht besteht, bildend. Ein reines Hebräisch, mit schönen Betrachtungen durchwebt, finden wir überall darin, obwohl hohe Idealität in Gedanken und Beschreibungen vermißt wird. Daß der Verf. manche Stellen beinahe wörtlich, sogar ganze Psalmen (z. B. S. 58, 74, 98, 134, 162, 181 , 198, 218, 239) aus der heiligen Schrift aufnahm, so daß Kalliope nichts Anderes zu thun hatte, als ans Klio'6 Handbuch zu copiren, ist nicht zu billigen. Gegen die Reinheit dxr Sprache hingegen ist selten etwas einzuwenden; als Germanismen erscheinen S. 17 Z. 5 (richtiger Iüd. Zeitschr. III. Bd. 26