Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Neuhebräische Poesie [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 390 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2929020-2929031-2929035-2931146--1921-2931259- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
39V Receusionen. Daß Kalir diesen Schlußsprnch wirklich täglich hatte, geht aus seinen Einschaltungen in das Schemoneh (nicht Schemona) Esreh für Purim hervor , wo das Schlußwort seines Zusatzes immer dem Inhalte des Segenspruches entspricht, und den Zusatz zu Nr. 17 (bei ihm 16) das Wort beschließt. Für das höhere Alter der drei ersten und drei letzten Nummern (S. 367) spricht noch ferner, daß man beim Abkürzungsgebete (Berachoth 29 a) diese nicht mit abbkürzen ließ, sie vielmehr vollständig gesprochen werden sollten (30 a). Zu den Paitanim liefert die vierte Ausgabe der im Heidenheim'schen Machsor befindlichen Abhandlung über dieselben noch einige Zusätze. — Wenn uns diese zwei Schriften das jüdisch-poetische Gebiet an der Hand der Geschichte beleuchten, so führen uns die zwei andern in dies Gebiet selbst hinein, indem sie Proben dieser Dichtungen geben, und zwar liefert in der ersten derselben (Nr. 3) der ehrwürdige Nestor der orientalischen Sprachforscher einen von den 50 Gesängen des Thachkhemoni, von Juda ben Salomo Elcharisi, wozu er drei Manuscripte benützt hat; dieser Gesang ist in unfern Ausgaben und in einem dieser Manuscripte der vierzehnte, in den zwei andern aber der vierte. Elcharisi — welches nicht Name des Großvaters, sondern Familienname ist, und der von dem Hrn. Herausgeber in der Einleitung (S. 5), wir wissen nicht auf welche Autorität, noch mit dem Beinamen Elchoni belegt wird — ist einer der gewandtesten Dichter aus der spanisch-arabischen Schule, aber auch ganz mit dem Schwulste, der phantastischen Bilderei und witzigen Spielerei der Araber behaftet; diese Momente bilden dann den Farbenkasten, aus welchem Juda stark aufträgt. Er hatte früher schon Hariri's Makameu überseht, was, wie er in der Vorrede*) zu diesem selbstständigen Fälschlich heißt es da st. ^"in'rrr, wie schon der Schlagreim 'N'NN beweist und wie Hr. d. S. in seinen Manusr. fand (S. io).