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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 386

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Neuhebräische Poesie [Rezension]
Date
1837-01-01
Page
Seite 386 (sequence 11)
Language
German
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386 Recenstonen. Beitrag zur jüdischer Litterargeschichte. Wir geben hier nun kurz den Inhalt des Werkes noch ferner an. Das erste Capitel gibt in zwei Paragraphen eine „Geschichte der For- - menlehre der jüdischen Porsten, wo zuerst die jüdischen, dann die christlichen Bearbeitungen aufgezählt und beurtheilt werden; letzteres freilich nach den nicht ganz passenden Ansprüchen in dieser, nothwendig der hebräischen Sprache ganz fremden und anders woher entlehnten Form (wie dies Benseb, vergl. die Stellen hier S. 9, ganz richtig erkannt hat) eine eigenthümliche Gestaltung zu erkennen. Das zweite Capitel, das umfangreichste und wichtigste dieser Schrift, gibt eine »Geschichte der jüdischen Poesie im Umrisse" und zwar L, nach ihrem inhaltlichen Charakter, wo freilich manches nicht hieher Gehörige in die Darstellung mit hineingezvgen wird; jedoch liegt dies in dem einartigen Charakter der jüdischen Litteratur, welche in allen ihren Erscheinungen religiöse Zwecke vor Augen hat, so daß ihre verschiedenen Arten in einander eingreifend erscheinen und daher zu Abschweifungen verlocken, wie sich auch Zunz bei der Behandlung der gottesdienstlichen Vorträge hievon nicht ganz frei gehalten hat. In der Beurtheilung dieser dichterischen Producte findet man nun wieder den Hrn. Vers, von seinen „nationalen" Principien ausgehen, so wie auch seine Hoffnungen auf eine goldne Zukunft, auf das neue Erblühen einer eigenrhümlichen jüdischen Poesie — die wir uns aber nicht als eine hebräische und als eine Volköpoesie, sondern als eine eigenthümliche jüdisch-religiöse in manchen Zungen und Formen denken, — diesen Abschnitt schließen. Unter L behandelt der Verf. die „Geschichte der Formen der jüdischen Poesie," die sich freilich ganz einfach mit den Worten geben läßt: die Inden nahmen die Dichtungsformen der Völker, unter welchen sie lebten, insoweit auf, als denselben die hebräische Sprache nicht durchaus unübersteigliche Hindernisse in den Weg legte; die Hauptschönheit aber fanden sie darin, ganze

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