Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Neuhebräische Poesie [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 385 (sequence 10)
- Language
- German
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385 1. Nenhebrärsche Poesie. Delitzsch. seinen Mischneh Thorah nicht in biblischer Sprache abgefaßt, weil diese nicht für alles zu Bezeichnende ausreiche, weßhalb er sich der Mischnahsprache bedient habe. Mit Berufung auf dieses Verfahren der Mischnah und ihrer Nachahmer fügt nun Salomo au 6 Dubno eine, nach unserm Ermessen, keineswegs genügende Rechtfertigung des ähnlichen Verfahrens der Paitanim mit den S. 148 A. 1 angeführten Worten hinzu. Hier führt nun der Mangel der Angabe der nächsten Quelle zur größten Verwirrung. — So führt der Vers, ferner Geburts- und Todeszeit des Maimonides nach den von Hrn. Napoport u. A. in dieser Zeitschrift (B.II. S. 127 ff.) und dessen verschiedne Benennungen nach Hrn. v. Dernburg das. (B.!. S. 105) an (S. 64 A. 1); jedoch stellt er bei den letzteren die zweifelhafte Angabe dieses Gelehrten, welche dieser selbst nicht mit voller Bestimmtheit gibt, daß Maimonides mit dem Zusatze von Casici in einer Anthologie maurischer Dichter genannt werde, schlechtweg und als zweifellos hin, was ohne Angabe der nächsten Quelle zu Jrrthümcrn verleiten kann. So findet sich auch S. 136 A. 1 Nr. 5' eine Angabe nach diesen Blättern (B. I. S. 392), mit Mißverständniß der Citate; S. 137 wird Salomon bcn Jerucham ein „vermeinter" Karäer genannt, wozu eine unrichtige Auffassung der Worte Rapopvrt's in der Biographie des Saadias Gaon A. ZI verleitet hat; S. 156 A. 2 wird ein Druckfehler aus Rapoport's Kalir A. 10 heiße in dem jerusalemischen Dialekte auch nHlg) abgeschrieben, den dieser selbst in den Bikkhure Haitthim, Jahrgang 1830, S. 93 dahin verbessert, heiße so. Diese und ähnliche kleine Ausstellungen, die wir jedoch bei einem solchen Werke allerdings vermissen möchten, sollen den Werth dieser Arbeit nicht schmälern; sie bleibt ungeachtet dieser Mängel und ungeachtet des verfehlten Standpunktes immerhin ein nützlicher, fleißiger und geschmackvoller, wenn auch in der Darstellung häufig ans Pretiöse streifender