Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Neuhebräische Poesie [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 9)
- Language
- German
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384 Recensionen. annimmt, höchst ehrend anzuerkennen uns^edrungen fühlen; so freuen wir uns dennoch des Fleißes und der Sorgfalt, welche von diesem talentvollen jungen Manne diesem Zweige jüdischer Geschichte und Litteratur gewidmet worden. Wir wollen und dürfen es zwar mit der Behauptung des Hrn. VerfS., nur selten aus secundären Quellen Notizen entlehnt zu Hallen (S. XU), nicht sehr genau nehmen; denn reichlich haben Rapoport und Zunz beigesteuert, ohne daß ihrer gedacht würde (man vergl. nur S. 20, 21, 32 — 43, 156 und a. a. O.), und auch Untersuchungen, welche in diesen Blättern angestellt worden, sind in das Werk stillschweigend übergegangen; jedoch bleibt auch eine solche prüfende Sammlung verdienstlich. Mehr Tadel verdient es, wenn an manchen Stellen diese Untersuchungen Anderer nicht genau benützt und mit Mißverständnis; ausgenommen wurden. Sv werden wir z. B. S. 51 A. belehrt, Naschi zu Chullin 22 u und MaimonideS in der Vorrede zum Mischneh Thorah würdige auf gerechte Weise di« von den italienischen Paitanim versuchte »kühne Neugestaltung des heiligen Sprachschatzes/- und S. 148 A. 1 werden uns gar die Worte Raschi's buchstäblich angeführt. Nun aber find diese Stellen nicht zu finden, die diesen Gelehrten in den Mund gelegte Ansicht erweist sich als für sie ganz unpassend, und die angeführten Worte können Raschi's Ausdruck nicht sein; so sehen wir uns nach einer zweiten Quelle um, aus der diese Anführungen irrthinnlich geflossen sein können, und diese finden wir wirklich in dem Sendschreiben Salvmo'S aus Dubno an Heidenheim zmn Lobe der Machsorausgabe des letzteren, abgedruckt am Eingänge des dritten Bandes derselben (zum Schabuothfeste). Dort wird nämlich auf Raschi Bezug genommen, der a. a. O. das Wort als mischnaitisch statt des biblischen v'NlN bezeichnet, sowie auch MaimonideS in dem Vorworte zum Buche der Gesetze (rmvn nsv/ nicht zum Msschneh Thorah) sich darüber erkläre, warum er